20. Juli 2004
Hohe Lebensqualität in Kanada
Nach der diesjährigen Statistik der Vereinten Nationen ist Kanada das Land mit der vierthöchsten Lebensqualität weltweit. Damit kletterte das nordamerikanische Land vom achten auf den vierten Platz. Die Nationen werden unter anderem nach dem Pro-Kopf-Einkommen, dem allgemeinen Bildungsstandard, dem Gesundheitswesen und der Gleichberechtigung der Frau bewertet. Die ersten Plätze in diesem UN-Ranking nehmen Norwegen, Schweden und Australien ein. Deutschland liegt auf Rang 19.
20. Juli 2004
Schuldenfreies Alberta
Nach Angaben von Premierminister Ralph Klein hat die westkanadische Provinz Alberta ihre Schulden vollständig abbauen können. Seit 1992 sei das Bruttosozialprodukt der Provinz um durchschnittlich 4,2 Prozent gestiegen, die Einkommenssteuer-Höchstgrenze liegt bei nur 39 Prozent (im Vergleich zu 48,2 Prozent in Quebec). In den Jahren 2003-2004 entstanden in Alberta mehr als 47.900 Jobs, mehr als in jeder anderen Provinz. Insgesamt ist Alberta die einzige schuldenfreie Provinz in Kanada.
20. Juli 2004
Neues Kabinett
Paul Martin, Premierminister der neu gewählten liberalen Minderheitsregierung, hat die Zusammensetzung seines Kabinetts verkündet. Zu den personellen Änderungen, des in Ottawa vereidigten Kabinetts, gehören Pierre Pettigrew als neuer Außenminister (vorher Gesundheit) und der neue Verteidigungsminster Bill Graham (vorher Außenminister). Das vollständige Kabinett finden Sie unter www.pm.gc.ca/eng/new_team.asp.
14. Juli 2004
Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent für 2005 erwartet
Nach Prognosen der Royal Bank of Canada kann die kanadische Wirtschaft im Jahr 2004 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent rechnen. Für das Jahr 2005 erwartet die RBC Financial Group sogar ein Wachstum von 3,6 Prozent. Einige Unsicherheitsfaktoren konnten nach Angaben von Craig Wright, Vizepräsident der RBC, in der ersten Hälfte des Jahres 2004 ausgeräumt werden.
14. Juli 2004
Neue Trolley-Busse für Vancouver
Die Metropole Vancouver hat 228 emissionsfreie, umweltfreundliche Oberleitungsbusse bei New Flyer aus Winnipeg, dem größten Hersteller von Transportfahrzeugen, bestellt. Ab 2005 soll New Flyer 40 18-Meter lange und 188 14-Meter lange Busse liefern, die mit einem Antriebssystem des Düsseldorfer Unternehmens Vossloh Kiepe ausgestattet sind. Vancouver setzt damit nach Athen, Innsbruck, Lausanne und Mexiko City als fünfte olympische Stadt auf Trolleybusse mit deutscher Technik. Mit 300 Kilometern verfügt Vancouver bereits über das größte Streckennetz in Nordamerika und über den größten Fuhrpark an emissionsfreien, umweltfreundlichen Oberleitungsbussen in ganz Kanada. Bis zu den Olympischen Winterspielen und den Paralympics im Jahre 2010 sollen alle derzeit betriebenen Oberleitungsbusse durch neue Niederflur-Fahrzeuge ersetzt werden.
07. Juli 2004
Bayerische Band bei Jazzfestival in Montreal
Zum 25. Internationalen Jazzfestival in Montreal konnten die Besucher eine Premiere erleben: Zum ersten Mal trat mit "Roberto di Gioias Marsmobil" eine Band aus München beim größten Musikfestival der Welt auf. Rund zwei Millionen Besucher erlebten das diesjährige Montrealer Jazzfestival. Der Auftritt der Jazzband wurde durch die Vertretung des Freistaates Bayern in Quebec organisiert. Seit 15 Jahren pflegen Quebec unc Bayern enge Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Kultur.
22. Juni 2004
Zahl der Raucher gesunken
Die Zahl der Raucher in Kanada ist gesunken. Nach Angaben des kanadischen Amtes für Statistik rauchten 2003 insgesamt 22,9 Prozent Männer und Frauen jeder Altersgrupe. Vor zehn Jahren ware es noch 29,3 Prozent. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die täglich rauchen, sit die Zahl in den letzten beiden Jahren vor allem zurückgegangen.
02. Juni 2004
Stärkeres Wachstum der Kanadischen Wirtschaft als erwartet
Die Kanadische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2004 stärker gewachsen als erwartet. Nach Angaben des kanadischen Amtes für Statistik stieg das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr gerechnet um 2,4 Prozent. Dies sind 0,6 Prozent mehr als im letzten Quartal 2003. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im März um 0,7 Prozent - das stärkste Wachstum seit August 2003. Statistics Canada führt dieses Plus auf die gestiegene Inlandsnachfrage zurück, die in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,2 Prozent angezogen und sich im Vergleich zum vierten Quartal 2003 verdoppelt hatte.
02. Juni 2004
Hoher Leistungsbilanzüberschuss
Im ersten Quartal 2004 konnte die kanadische Wirtschaft den höchsten Leistungsbilanzüberschuss seit drei Jahren verzeichnen. Der Überschuss stieg laut Angaben des Kanadischen Statistikamtes von Januar bis März 2004 auf 9,49 Milliarden Dollar. Dies bedeutet ein Plus von 2,83 Milliarden Dollar. Zurückzuführen sei dieses Wachstum auf die deutlich gestiegenen Exporte und die hohen Energiepreise.
02. Juni 2004
Mit dem Fahrrad gegen AIDS
Der Kanadier Joseph van Veen ist nach einer 4.500 Kilometer langen Fahrradtour im südafrikanischen Kapstadt eingetroffen. Der aus Toronto stammende van Veen fuhr den "Ride for Hope", um Gelder für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS zu sammeln. Im September 2003 hatte der Kanadier am "Iron Man" teilgenommen und 12.000 Dollar für ein AIDS-Projekt zusammengebracht.
26.. Mai 2004
Neuwahlen in Kanada
In Kanada wird am 28. Juni gewählt. Der kanadische Premierminister Paul Martin trat mit dieser Bitte für den Urnengang an die Generalgouverneurin Adrienne Clarkson heran. Rund 22 Millionen sind damit aufgerufen, ihre Stimme für ein neues Parlement und damit auch für den Premierminister abzugeben. Paul Martin hatte sein Amt als Premierminister im Dezember 2003 von Jean Chrétien übernommen, der im Jahre 2000 zum Premierminister gewählt worden war. Ende 2003 schied Chrétien aus dem aktiven politischen Leben aus und übergab sein Amt an Paul Martin. Die Legislaturperiode endet erst im Jahre 2005. Paul Matin hatte jedoch vor seinem Amtsantritt bereits erklärt, dass er von den Wählern durch Neuwahlen ein neues Mandat erhalten wolle. Nach Umfragen können die Liberalen von Martin mit 35 Prozent der Stimmen rechnen.
04.. Mai 2004
Aufstockung der Sicherheiten für Air Canada
Ende April haben die Deutsche Bank und Air Canada vereinbart, den bestehenden Vertrag über den Kauf von Aktien-Bezugsrechten des kanadischen Unternehmens von 450 Millionen auf 850 Millionen Dollar aufzustocken. Die Deutsche Bank verpflichtet sich damit, neu ausgegebene Aktien der Fluggesellschaft, die keine Käufer findet, bis zu dieser Höhe zu übernehmen. Das neue Abkommen wir als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Sanierung der elftgrößten Fluggesellschaft der Welt gesehen. Das Hongkonger Investmmenthaus Trinity Time Investments war vor kurzem aus dem erst im November 2003 vereinbarten Rettungskonzept ausgestiegen.
27. April 2004
Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft Albertas
Mark Norris, Albertas Minister für wirtschaftliche Entwicklung, und Victor Doerksen, Minister für Innovatoin und Wissenschaft, haben eine gemeinsame Strategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft Albertas vorgestellt. In dem Plan wird das Ziel definiert, mehr innovative und wissensintensive Unternehmen in der Provinz anzusiedeln. Seit über zehn Jahren ist das Wirtschaftswachstum eine der vordringlichsten Aufgaben der Provinz-Regierung. In dieser Zeit hat sich das Bruttosozialprodukt in der Provinz nahezu verdoppelt. Zulegen konnten auch der Dienstleistungssektor sowie das produzierende Gewerbe. Weitere Säulen der Wirtschaft Albertas sind Energie, Land- und Forstwirtschaft und der Tourismus. Von der Wirtschaft ausgehende Initiativen, die zu Albertas Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt beitragen, sollen erleichtert und unterstützt werden.
30. März 2004
Arktisches Territorium Nunavut feiert 5-jähriges
Das arktische Territorium Nunavut wird am 1. April 2004 fünf Jahre alt. Das Territorium wird überwiegend von Inuit bewohnt und umfasst mit insgesamt 30.000 Einwohnern rund ein Fünftel der Gesamtfläche Kanadas. Nunavut wird von den Inuit selbstverwaltet und ist ein autonomer Teil der kanadischen Föderation. In der Sprache der Inuit bedeutet Nunavut "Unser Land".
30. März 2004
Bestnoten für Kanadische Firmen
Eine Studie der unabhängigen US-amerikansichen Agentur Governance Metrics International (GMI) hat kanadischen Firmen in der Unternehmensführung Bestnoten gegeben. Bewertungskriterien für die 2.100 weltweiten Firmen waren u.a. die Informationspolitik für Anleger, Gehälter der Spitzenmanager, Transparanz der Geschäftsführung und interne Kontrollmechanismen. Kanadische Firmen errreichten im Durchschnitt Noten von 7,6 - auf einer Skala von 1 bis 10. Sie schnitten damit weltweit am besten ab. Deutsche Firmen erreichten nur eine Durchschnittsnote von 5,5.
24. März 2004
Stärkere strategische Partnerschaft zwischen Kanada und Europa
Während des kanadisch-europäischen Gipfels in Ottawa sind der kanadische Premierminister Paul Martin sowie der Ministerpräsident von Irland und der derzeitige Ratsvorsitzende der Europäischen Union, Bertie Ahern, mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, zusammengetroffen. In einer gemeinsamen Erklärung äußerten die Staatsmänner ihren Willen, die kanadisch-europäischen Beziehungen weiter auszubauen und gegen globale Probleme und Gefahren gemeinsam anzutreten. Darüber hinaus wurde eine kanadisch-europäische Partnerschafts-Agenda verabschiedet, die sich Themen wie Staatsführung, Sicherheitspolitik und humanitären Herausforderungen wie wachsender Armut in den sogenannten Entwicklungsländern annimmt. In diesem Jahr solle außerdem noch über das Handesl- und Investitionsförderabkommen verhandelt werden.
24. März 2004
Kanadische Regierung mit ausgeglichenem Haushaltsplan
Finanzminister Ralph Goodale hat dem kanadischen Parlament einen ausgeglichenen Haushaltsplan für das Jahr 2004 vorgelegt. Nach den Worten von Goodale untermauere die Regierung mit kontrollierten Ausgaben und verringerten Schulden ihre ganzheitliche Sozial- und Wirtschaftspolitik und beweise ihre finanzielle Integrität. Die bedachte Planung ermöglicht es der Regierung, den siebten ausgeglichenen Haushalt mit einem Überschuss in Folge vorzulegen. Kanada ist das einzige G7-Land ohne Staatsdefizit. Die wichtigsten Ziele liegen im kommenden Jahr im Gesundheitswesen, in der Bildung und bei den Gemeinden.
16. März 2004
Kofi Annan: Kanada "Säule" der Vereinten Nationen
UN-Generalsekretär Kofi Annan hat bei seinem Besuch in Ottawa die Rolle Kanadas für die Vereinten Nationen betont. Vor dem Parlment erklärte Annan, dass Kanada eine "Säule" der UN sei, die ohne dieses Land schwer vorstellbar sei. Er rief die Kanadier dazu auf, ihre internationalen Ziele höher zu stecken und führend im Kampf gegen die Armut und andere menschheitsbedrohende Probleme zu sein. Premierminister Paul Martin sagte Annan finanzielle Hilfen in Höhe von fünf Millionen Dollar für Haiti und weitere 25 Millionen Dollar für internationale Projekte zu.
09. März 2004
Alberta und Sachsen: Partnerschaft im Erziehungswesen
Die kanadische Provinz Albert und der Freistaat Sachsen haben eine gemeinsame Erklärung zur länderübergreifenden Zusammenarbeit im Erziehungs- und Schulwesen unterzeichnet. In einem "Memorandum of Understanding" wurden unter anderem Schulpartnerschaften für den Schüleraustausch zwischen Albertas und Sachsens Schulen vereinbart. Die beidne Länder wollen darüber hinaus bei gemeinsamen Zielen wie vergleichbaren Bewertungskriterien von Studenten, der Förderung von Immigranten und dem Zweitsprachenerwerb zusammenarbeiten. Auch die TU Chemnitz, die TU Dresden und die TU Bergakademie Freiberg haben eine Vereinbarung mit der Universität Calgary unterzeichnet. Demnach solle auch ein sogenanntes "Trans-Atlantic Research Center" eingerichtet werden. Alberta und Sachsen sind seit 2002 Schwesterprovinzen.
09. März 2004
Montreal: Welthauptstadt des Buches
2005 wird Montreal Welthauptstadt des Buches sein. Die Unesco verlieh der kanadischen Stadt den Titel "World Book Capital 2005". Montreal konnte sich hiermit gegen Mitbewerber wie Barcelona und Turin durchsetzen. Vom 23. April 2005 an wird Montreal somit für ein Jahr einflussreiches Zentrum des Buches und der Literatur sein. Bisher waren Welthauptstädte des Buches Madrid (2001), Alexandria (2002), Neu-Delhi (2003) und Antwerpen (2004). Mit diesem Titel werden Städte ausgezeichnet, die vorbildliche Konzepte zur Stärkung der Buchindustrie und zur Leserförderung vorweisen können.
09. März 2004
20. März 2004: Tag der Frankophonie
Am 20. März 2004 wird der Tag der Frankophonie begangen. Die Fankophonie wurde 1970 in Niger gegründet und besteht als internationale Organisation aus mehr als fünfzig Regierungen und Ländern, in denen Französisch gesprochen wird. Kanada ist mit seinen fast neun Millionen französisch sprechenden Einwohnern eines der Gründungsmitglieder. Quebec und New Brunswick sind darüber hinaus mit ihren Regierungen in der Frankophonie vertreten.
27. Januar 2004
Eiswein: Erfolgreichster Kanadischer Wein
Der Eiswein ist nach wie vor der erfolgreichste Kanadische Wein. Im vergangenen Jahr habe die Weingüter Ontarios insgesamt 121 Preise gewonnen, davon 77 für ihren Eiswein. Ontario ist der führende Hersteller von Eiswein. Mehr als 60 Weingüter liefern den aus gefrorenen Beeren gewonnen Wein in 25 Länder weltweit. Insgesamt werden jährlich rund 1,44 Millionen Flaschen Eiswein exportiert.
20. Januar 2004
Arbeitsplatz: Zufriedene Kanadier
Die Kanadier sind im weltweiten Vergleich mit ihrem Job zufrieden. Dies ergab eine repräsentative Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft Gallup mbH in Potsdam. 24 Prozent der Arbeitnehmer in Kanada geben an, eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Job zu haben. Insgesamt befindet sich Kanada damit auf Platz zwei, nur in den USA sind prozentual noch mehr Menschen mit Ihrem Job zufrieden (30%). Auf den folgenden Plätzen liegen Israel (20), Australien (18) und Großbritannien (17). In Deutschland sind nur 12 Prozent der Arbeitnehmer engagiert und mit ihrem Job zufrieden.
20. Januar 2004
Starker kanadischer Dollar
Der kanadische Dollar ist trotz einer Zinssenkung im Vergleich zum US-Dollar um 2/3 Cent gestiegen und schloss mit 77,48 USD ab. In den letzten zwölf Monaten stieg der kanadische Dollar um 23 Prozent um Vergleich zum US-Dollar und bildet daher Nachteile für den kanadischen Export.
06. Januar 2004
Neue Einreisebestimmungen für Permanent Residents
Seit Ende des Jahres 2003 benötigen Personen, die den Status "Permanent Resident" genießen, für die Rückkehr nach Kanada mit kommerziellen Transportunternehmen (Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus) eine Permanent Resident Card. Die Einreise legaler "permanent residents" soll somit besser kontrolliert werden. Den Permanent Resident Status haben Einwanderer in Kanada, die aber nicht kanadische Staatsbürger sind.
06. Januar 2004
Neue Heimat für Polarbären
In Cochrane, Ontario, entsteht zur Zeit der erste Park für Polarbären. Er soll vor allem verwaisten Jungbären und Bären, die in der Wildnis nicht überleben können, ein neues Zuhause geben. Ab Juni 2004 können die Besucher des Parks Seite an Seite - nur durch eine Glaswand getrennt - mit den Bären schwimmen können.
06. Januar 2004
Kanadier nutzen Internet verstärkt
Die Anzahl der Internetnutzer in Kanada steigt weiter an. Dies ergab eine Umfrage von Leger Marketing. Demnach nutzen rund zwei Drittel der Kanadier das Internet mindestens einmal im Monat. Der Prozentsatz der User ist in der Provinz British Columbia mit 71% am höchsten. Rund 51% gaben an, in den letzten 12 Monaten auf Dienste der Regierung zugegriffen zu haben. Kanada steht damit an sechster Stelle von 32 Ländern, deren durchschnittlicher Prozentsatz bei 30% liegt.
15. Dezember 2003
Premierminister Martin gibt neues Kabinett bekannt
Kanadas Premierminister Martin hat sein neues Kabinett bekanntgegeben. Dieses werde durch einen neuen Ansatz geleitet und habe das Ziel, wirkliche Fortschritte auf den für die Menschen wichtigsten Gebieten zu erzielen. "Wir werden die Abläufe in Ottawa ändern, um die Bürgerinnen und Bürger Kanadas weiter am politischen Prozess zu beteiligen und vorzeigbare Fortschritte in vorrangigen Angelegenheiten zu erzielen." Vordergründig werde sich seine Regierung auf drei Ziele konzentrieren: 1. Stärkung der sozialen Basis, insbesondere Schutz von Gesundheit und Weiterbildung; 2. Aufbau einer Volkswirtschaft des 21. Jahrhunderts zur Förderung von Wachstum und Schaffung von hochqualifizierten gut bezahlten Arbeitsplätzen; 3. Sicherstellung der unabhängigen Rolle Kanadas in der Welt und Förderung der kanadischen Werte.
Als eine Initiative solle ein neues Ministerium für Öffentliche Sicherheit und Katastrophenschutz zum Schutz der kanadischen Bürgerinnen und Bürger und zur Reaktion auf nationalen Krisensituationen, Naturkatastrophen und die Gefährdung der nationalen Sicherheit geschaffen werden. Zudem solle eine Bundesagentur für Öffentliche Gesundheit eingerichtet werden, die auf Risiken für die öffentliche Gesundheit reagiert und eine nationale Antwort in Krisenzeiten des Gesundheitsbereiches koordiniert. das bisherige Ministerium für Arbeit und Soziales wurde in zwei neue Ministerien aufgeteilt, und zwar in das Ministerium für Arbeit und Weiterbildung sowie in das Ministerium für soziale Sicherung. "Ich möchte an der Spitze einer effektiven, fokussierten und sozialen Regierung stehen. Vor allem möchte ich an der Spitze einer Regierung stehen, die positive Veränderungen für das Leben der Menschen in Kanada bringt", betonte der Premierminister.
10. Dezember 2003
Frankreich verabschiedet Jean Chretien
Der französische Präsident Jacques Chirac hat sich mit einem Gala-essen offiziell von dem kanadischen Premierminister Jean Chretien verabschiedet. Chretien wird am 12. Dezember sein Amt verlassen. Chirac sagte in seiner Ansprache, dass die bilateralen Beziehungen nie besser gewesen seien. Kanada und Frankreich hatten zu Beginn des Jahres die Teilnahme am Irak-Krieg abgelehnt. Chretien betonte damals, dass Kanada niemals ohne Resolution der Vereinten Nationalen an einem solchen Konflikt teilnehmen würde.
10. Dezember 2003
Alberta: Attraktiver für ausländische Studenten und ausgebildete Einwanderer
Der Minister für Staatsangehörigkeit und Einwanderung, Denis Coderre, und der Bildungsminister von Alberta, Dr. Lyle Oberg, haben drei Initiativen zur Attraktivitätssteigerung ausländischer Studenten und ausgebildeter Einwanderer vorgestellt. Ausgewählte Stundente sollen demnach schneller als bisher ihre Studienerlaubnis erhalten können. Den Studenten solle ebenfalls die Möglichkeit eröffnet werden, nach ihrem Studium in Alberta für ein weiteres Jahr in der Provinz zu leben und zu arbeiten. Das bereits bestehende Provincial Nominee Programm (PNP) soll erweitert werden. Es erlaubt der Provinz, gut ausgebildete Einwanderer aufzunehmen, wenn dies für die wirtschaftliche Entwicklung notwendig ist.
Die kanadische Regierung und die Provinz Manitoba haben ein zweijähriges Pilotprojekt ins Leben gerufen. Demnach wird es ausländischen Studenten, die bereits ein Jahr an einem College oder einer Universität studiert haben, erlaubt, eine Arbeit außerhalb des Campus aufzunehmen. "Den Studenten wird die Möglichkeit gegeben, während des Studiums Geld zu verdienen und das kanadische Arbeitsleben kennenzulernen", sagte Denis Coderre, Kanadas Minister für Staatsbürgerschaft und Einwanderung. Die Studenten dürfen maximal 20 Stunden in der Woche arbeiten und bleiben als Vollzeitstudenten registriert.
10. Dezember 2003
Neues politisches Gremium
Kanadas 13 Provinzen und Territorien haben ein neues politisches Gremium, den Rat der Föderation (Council of the Federation) gegründet. Dieser Rat hat zur Aufgabe, den Einfluss der Provinzen auf die Bundespolitik zu koordinieren. Die Einrichtung des Rates wurde vor allem von Premierministern kleinerer Provinzen begrüßt, da er ihnen eine gleichberechtigte und gewichtigere Stimme verleihe.
10. Dezember 2003
Internationaler Währungsfond: Gute Noten für Kanada
Der Internationale Währungsfond hat Kanada Kanada zur Stabilität der Wirtschaft in den Jahren der weltweiten Krisen beglückwünscht. Kanadas Wirtschaft wird im Jahr 2004 um drei Prozent wachsen. Der Währungsfond riet Kanada, an der Politik der Steuersenkung weiterhin festzuhalten.
03. Dezember 2003
Finanzminister John Manley verlässt Politik
Der stellvertretende Premierminister und Finanzminister, John Manley, wird die Politik - genauso wie Premierminister Jean Chretien - am 12. Dezember verlassen. Manley hatte sich um den Posten des Nachfolgers von Chretien beworben. Als sich der Sieg von Paul Martin abzeichnete, zog Manley zurück. Martin ist ehemaliger Finanzminister und wird am 12. Dezember Premierminister Kanadas. Er bot Manley den Posten des Botschafters in den USA an.
26. November 2003
Die Northwest Territories wählen
Bei den Wahlen in den Northwest Territories wurden elf der 19 Abgeordneten der letzten Wahlperiode wiedergewählt, fünf wurden berufen. Der Nachfolger von Premier Stephen Kakfwi wird erst am 10. Dezember von den Mitgliedern der Provinzversammlung gewählt. Der neue Premier wird sein Kabinett aus den 19 Abgeordneten wählen. Die Regierung in den Northwest Territories ist traditionell nicht an Parteien gebunden. 15.000 Wähler gaben ihre Stimme ab.
11. November 2003
Chrétien von Politiker-Kollegen gewürdigt
Premierminister Jean Chrétien ist von den Mitgliedern des kanadischen Parlaments gewürdigt worden. Am Ende seiner letzten Sitzungsperiode als Vorsitzender der Liberalen Partei und Premierministers Kanadas lobten seine Politiker-Kollegen vor allem sein Engagement für das Land. Die Liberale Partei wird am 15. November einen neuen Vorsitzenden wählen. Das Parlament wird erst im Anschluss wieder zusammenkommen. Chrétien konnte in diesen Tagen den 40. Jahrestag seines politischen Wirkens feiern. "Ungeachtet aller politischen Differenzen hat Chrétien mit vollem Engagement das Beste für Kanada getan."
11. November 2003
Air Canada mit neuem Investor
Air Canada hat einen neuen Investor gefunden und damit eine drohende Insolvenz vorläufig abgewendet. Der aus Hongkong stammende Geschäftsmann Victor Li will 650 Millionen Dollar investieren. Damit kämen die notwendigen 1,1 Milliarden Dollar zusammen, die zur Restrukturierung der kanadischen Fluggesellschaft notwendig sind. Lis Unternehmen "Trinity Time Investments" wird dann 31 Prozent der Anteile der Airline halten.
11. November 2003
Arbeitslosenrate fällt auf 7,6 Prozent
Die Arbeitslosenrate ist in Kanada im Oktober auf 7,6 Prozent gefallen. Nach Angaben von Statistics Canada wurden im September 65.400 neue Arbeitsstellen geschaffen. Dieser Anstieg war der größte seit März 2002. Die Zahl der neuen Jobs beträgt in diesem Jahr nun schon 164.000, von denen zwei Drittel in den letzten beiden Monaten geschaffen wurden.
11. November 2003"Canada's Performance 2003"
Bereits zum vierten Mal ist in Kanada ein Bericht zur Lebensqualität unter dem Titel "Canada's Performance 2003" erschienen. Darin sind Informationen zur Lebensweise der Kanadier, die mit verschiedenen sozialen Indiaktoren (bsp. Gesundheit, wirtschaftliche Indiaktoren, Beschäftigung) gesammelt wurden, enthalten. Der Bereicht zeigt vor allem Bereiche, in dem die Lebensqualität gut ist und welche, in denen noch Fortschritte gemacht werden müssen.
05. November 2003Kanadas Haushalt ausgeglichen
John Manley, Finanzminister und stellvertretender Premierminister Kanadas, erklärte, dass die kanadische Regierung auch weiterhin für einen ausgeglichenen Haushalt eintrete. "Wir werden in diesem Jahr kein Defizit haben", sagte er im Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses in Ottawa. "Kanadas wirtschaftliche Grundlagen sind gesund und unsere Wirtschaft wächst auch angesichts der unsicheren Weltwirtschaftslage", so Minister Manley. Kanada musste sich in diesem Jahr einer Reihe wirtschaftlicher Herausforderungen, wie SARS, der Stromausfall in Ontario und die schweren Feuer in British Columbia, stellen. Für 2004 wird ein Wachstum von drei Prozent erwartet. Der Haushaltsüberschuss beträgt in diesem Jahr 3,5 Milliarden Dollar, für das Haushaltsjahr 2004/05 wird ein Überschuss von 3 Milliarden Dollar erwartet. "Ohne die Disziplin der letzten Jahre würden wir uns heute einem realen Defizit gegenübersehen und Schulden haben, die die zukünftigen Generationen viel stärker belasten", so der Finanzminiser.
05. November 2003
Kanadischer Export wächst im nächsten Jahr um vier Prozent
Der kanadische Export wird 2004 nach drei Jahren Stagnation um vier Prozent wachsen. "Kanadiche Exportfirmen haben drei schwierige Jahre hinter sich. Doch nun gibt es handfeste Anzeichen für eine Erholung der internationalen Wirtschaft", sagt der Vizepräsident und Chefökonom von der Organisation Export Development Canada (EDC). "Wir denken, dass 2004 das erste Jahr eines Wachstums der Weltwirtschaft seit 1996 sein wird." EDC sagt für 2004 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,9 Prozent voraus. Die kanadische Wirtschaft soll dabei um 3,4 Prozent wachsen, basierend auf den für dieses Jahr erwarteten 2,2 Prozent Wachstum. Steigende Exportzahlen werden im Maschinenbau, bei der Maschinentechnik und im Bereich Konsumgüter, Dienstleistungen erwartet.
29. Oktober 2003Hilfe für British Columbia
Ottawa wird British Columbia rund 100 Millionen Dollar für die Folgen der Feuerschäden aus dem letzten Sommer gewähren. Verteidungsminister John McCallum, gleichzeitig auch für Katastrophenvorsorge zuständig, übergab das Geld an Premier Gorden Campbell. "Ich habe mit eigenen Augen die Zerstörung gesehen, die das Feuer angerichtet hat", sagte Minister McCallum. "Das Geld soll der Provinz dabei helfen, mit dem Wiederaufbau voranzukommen." Das Feuer hatte mehr als 350 Häuser zerstört. Der Schaden, der sich aus den Folgen der Brandkatastrophe ergeben hat, wird auf rund 500 Millionen Dollar geschätzt. McCallum besuchte British Columbia, um sich über die Folgen der Flutkatastrophe zu informieren, bei der jüngst nördlich von Vancouver zwei Menschen ums Leben gekommen sind.
29. Oktober 2003Ontarios neuer Ministerpräsident im Amt
Dalton McGuinty ist als 24. Premier von Ontario, Kanadas bevölkerungsreichster Provinz in sein Amt eingeführt worden. Seine Partie, die oppositionelle Liberal Party, gewann am 2. Oktober die Wahlen und sicherte sich 72 von 103 Sitzen. McGuinty gab an, innerhalb von einer Woche einen Bericht über die Finanzlage vorzulegen. Das Defizit in der Provinz liegt bei - nach Angaben von Analysten - bei 4,5 Milliarden kanadischen Dollar.
29. Oktober 2003Einnahmeüberschuss von 7 Milliarden Dollar
John Manley, stellvetretender Premierminister und Minister für Finanzen Kanadas, hat für das aktuelle Steuerjahr einen Einnahmeüberschuss von 7 Milliarden kanadischen Dollar angekündgit. Damit konnte im sechsten Jahr in Folge ein solcher Überschuss erwirtschaftet werden. Die Staatsverschuldung Kanadas ist um 52,3 Milliarden Dollar gesunken. Am Ende des Steuerjahres 2002/ 03 lag das Defizit bei 510,6 Milliarden Dollar. Kanada konnte damit als einziges G-7-Land einen Zuwachs verzeichnen. "Dies ist eine direkte Folge von verantwortungsvoller Steuerpolitik in einer Periode wirtschaftlicher Unsicherheit", sagte Minister Manley. Der Schuldenabbau von 3 Milliarden Dollar pro Jahr mache auch Geld frei für wichtige Ausgaben wie Gesundheit und Bildung.
22. Oktober 2003Report zum Blackout nicht vor Weihnachten
Der Abschlussbericht über die Ursachen des großen Blackouts, von dem im August der Süden Ontarios und acht US-Bundesstaaten betroffen waren, wird nicht vor Weihnachten erscheinen. Herb Dhaliwal, Minister für natürliche Ressourcen, gab an, dass die Gründe für diesen Stromausfall vielfältig seien. Veraltete Stromleitungen und die ungleiche Stromregulierung seien nur zwei Faktoren. In den Staaten New York und Michigan sowie in Teilen Ontarios herrschte damals Dunkelheit.
15. Oktober 2003Kanadische Wirtschaft mit positiven Zahlen
Der kanadischen Wirtschaft geht es gut! Das Bruttosozialprodukt ist im Juli um 0,6 Prozent gestiegen. Dies ist der größte monatliche Zuwachs seit April 2002. Die Handelsbilanz wuchs ebenfalls, und zwar um 0,5 Prozent bei den Exporten (32,7 Milliarden Dollar) und um 1,2 Prozent bei den Importen (28, 3 Milliarden Dollar). Das verfügbare Einkommen steigerte sich ebenfalls, um 3,4 Prozent im Vergleich zu 0,4 Prozent im ersten Quartal. Der kanadische Dollar erreichte zudem seinen Höchststand seit neuneinhalb Jahren gegenüber der US-Währung. Nach Angaben von Statistics Canada wurden allein im September 46.000 neue Jobs geschaffen. Die Arbeitslosenrate lag unverändert bei acht Prozent.
08. Oktober 2003
Premier Chrétien eröffnet neuen Nationalpark in British Columbia
Der Premierminister Kanadas, Jean Chrétien, hat das Gulf Islands National Park Rerserve in British Columbia offiziell eröffnet. "Natur ist das ursprüngliche Gesicht Kanadas, Teil seiner Identität und Seele", sagte er bei der Eröffnung. Vor rund einem Jahr hatte Chrétien während des Weltgipfels zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg ein Fünf-Jahres-Programm zur Einrichtung von zehn neuen Nationalparks und fünf geschützten Seegebieten vorgestellt. Dieser Park wurde als erster im Rahmen dieses Plans eröffnet. Das Programm schützt über 100.000 Quadratkilometer Wildnis und erweitert das System der Nationalparks um rund 50 Prozent.
08. Oktober 2003
Chance für Apotheker in Kanada
Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn vermittelt gemeinsam mit dem privaten kanadischen Personaldienstleister WorldWide HealthStaff Associates Ltd. in diesem Jahr erstmals deutsche Apotheker in die kanadische Provinz Manitoba. Die Arbeitsverträge haben jeweils eine Dauer von zwei Jahren. Das Programm richtet sich an Apothekerinnen und Apotheker, die über mindestens zwei Jahre relevanter Berufserfahrung verfügen. Außerdem sind gute Englischkenntnisse (nachgewiesen durch das International English Testing System) eine der Voraussetzungen. Berwerber brauchen darüber hinaus eine staatliche kanadische Berufsanerkennung, für die sie vor dem "Pharmacy Examining Board of Canada" eine entsprechende Prüfung ablegen müssen.
Mehr Informationen:
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV)
Villemombler Str. 176
53123 Bonn
Tel. 0228-713 1238 oder 1436
Fax. 0228-713 1207
e-mail: Bonn-zav.aussereuropäische-laender@arbeitsamt.de
www.arbeitsamt.de/zav
30. September 2003
Positive Entwicklung in Kanada
Das führende Wirtschaftsmagazin "The Economist" wirft ein gutes Licht auf Kanada. Das Land habe sich in der letzten Dekade positiv entwickelt. "Kanada erlebt eine Renaissance, sowohl in politischer als auch in ökonomischer Hinsicht", so das Blatt. Auch sei das Freihandelsabkommen zwischen Kanada und den USA für den wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortlich. "Die Kanadier sind voller Vertrauen in das soziale System. Die liberale Regierung von Jean Chrétien zeigt außerdem Mut mit Entscheidungen wie der Entkriminalisierung von Marijuana und der Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen", erklärt Mike Reid von "The Economist". "Heute ist Kanada weder langweilig noch verrückt. In gewisser Weise kann man sagen: Kanada ist cool."
30. September 2003
Schüleraustausch zwischen Hamburg und Manitoba
Hamburgs Bildungssenator Rudolf Lange hat gemeinsam mit dem Stellvertretenden Industrieminister von Manitoba, Hugh Eliasson, ein Abkommen zum Schüleraustausch unterzeichnet. Damit soll der Schüleraustausch zwischen der Hansestadt und Manitoba noch stärker gefördert werden. "Von einem Auslandsaufenthalt in der Schulzeit profitieren Schülerinnen und Schüler ihr gesamtes Leben lang. Erfahrungen im Ausland sind vor allem für den späteren Berufsweg wertvoll", so Bildungssenator Rudolf Lange. Der Austausch wird von Hamburg und Niedersachsen gemeinsam durchgeführt. Beide wechseln sich in der Organisation sowie der Begleitung der Schülergruppen ab. Der Austausch mit Manitoba besteht seit 1977. Jährlich nehmen rund 20 Schüler aus Hamburg daran teil.
23. September 2003
Einwanderung soll vereinfacht werden
Die kanadische Regierung will die Einwanderung für die Gruppe der "skilled worker" vereinfachen. Das kündigte Minister Denis Coderre an. Demnach sollen für diese Gruppe nun 67 von 100 Punkten für eine genehmigte Einwanderung ausreichend sein. Früher benötigten die potentiellen Auswanderer 75 Punkte. Zudem werden die Regelungen für Sprachkenntnisse gelockert. Zwischen 220.000 und 245.000 Immigranten wandern jährlich nach Kanada ein.
23. September 2003
Mehr kanadische Weine auf dem europäischen Markt
Kanada soll der Zugang zum europäischen Wein-Markt erleichtert werden. Eine entsprechende Vereinbarung über Weine und Spirituosen unterzeichneten Kanada und die Europäische Gemeinschaft. "Dieses Übereinkommen stärkt die Beziehungen zwischen Kanada und der EU und beseitigt die Irritationen auf dem Wein- und Spirituosen-Sektor", sagte Handelsminister Pierre Pettigrew. "Das ist ein Gewinn für Kanada, es ist ein Gewinn für Europa, aber vor allem ist es ein Gewinn für die Weinhersteller und Konsumenten in unseren beiden Regionen. Sie können sich jetzt über neue Möglichkeiten für den Handel und eine größere Auswahl freuen." Das Übereinkommen erleichtert zukünftig auch die Zertifizierung spezieller Weine und Spirtuosen nach geographischen Besonderheiten, wie zum Beispiel Okanagan Valley, Niagara Peninsula und Canadian Rye Whisky.
16. September 2003
British Columbia hebt Notstand auf
Gordon Campbell, Premierminister von British Columbia, hat den Notstand für seine Provinz aufgehoben. Diese Maßnahme war Anfang August wegen der schlimmsten Waldbrände seit 50 Jahren verhängt worden. "Nach diesen unglaublichen Monaten und den schweren Wochen, die wir alle durchgemacht haben, möchte ich sagen, dass wir es geschafft haben. Ich richte meinen Dank an alle freiwilligen Helfer, die eine großartige Arbeit vollbracht haben", sagte Campbell. "Unsere Feuerwehrleute haben unermüdlich für uns alle gekämpft." Allein in Kelowna wurden rund 250 Häuser durch die Brände zerstört.
09. September 2003Hälfte der Einwanderer findet nach einem halben Jahr eine Stelle
Etwa die Hälfte der nach Kanada Ausgewanderten findet nach sechs Monaten eine Vollzeit-Stelle. Dies hat eine Erhebung von Statistics Canada unter 2.000 Einwanderern ergeben. Drei von vier Einwanderern haben sich in größeren Städten wie Toronto, Montreal oder Vancouver niedergelassen. Nur vier Prozent leben jetzt in ländlichen Gegegnden. In ihrem ursprünglichen Job fanden nur vier von zehn Befragten eine neue Arbeit.
09. September 2003
- Benefizkonzert „Trestlestock“ geplant
Die zwölf historischen Eisenbahnbrücken, die während der Waldbrände am Myra Canyon (Kelowna, BC) zerstört worden sind, sollen wieder aufgebaut werden. Dafür setzten sich zahlreiche Politiker ein. Heritage-Ministerin Sheila Copps sagte, dass Ottawa alles erdenklich möglich machen würde, um die zwölf Holzbrücken entlang der historischen Kettle Valley Railway wiederaufzubauen. Denkbar wäre auch ein Benifizkonzert „Trestlestock“, das im gleichen Rahmen wie das SARSstock in Toronto, damals mit den Rolling Stones veranstaltet würde. Das Konzert soll am 13. Oktober (Thanksgiving Day) in Kelowna stattfinden.
Im Rahmen des Okanagan Mountain Park-Feuers wurden Anfang September zwölf der 18 historischen (Stelzen)-Holzbrücken zerstört. Nur vier Brücken (Nummern 1, 12, 16, 17) sind neben zwei Stahlbrücken am Myra Canyon erhalten geblieben. Trails BC, die für den Trans Canada Trail in British Columbia verantwortliche Organisation, hat einen „Trestle and Trail Building Fund“ ins Leben gerufen. „Der Trestle und Trail Building Fund ist für alle entstanden, die für dieses historische Gut spenden möchten“, sagte Murphy Shewchuk, Präsident von Trails BC. „Neben der Restaurierung des Trails am Myra Canyon soll auch die periphere Infrastruktur aufgebessert werden.“ Shewchuk begrüßt die Unterstützung, die sowohl von der kanadischen Regierung als auch von Provinz-Regierung zugesagt wurde. Das gleiche Engagement müsse aber auch für die Restaurierung und Instandhaltung des Trans Canada Trails in ländlichen Regionen BCs aufgebracht werden. Der Wiederaufbau der zwölf Brücken am Myra Canyon wird schätzungsweise 30 Millionen Kanadische Dollar kosten.
Die 18 spektakulären Holzbrücken sind Teil des Kettle Valley Railways, der zu einem nationalen historischen Ort erklärt wurde. Die Kettle Valley Railway wurde in einer der landschaftlich reizvollsten, aber auch bautechnisch schwierigsten Gegenden im Süden British Columbias erbaut. Die Linie durch den Myra Canyon, die sich von Penticton bis Midway erstreckt, wurde 1914 als erstes Teilstück der KVR fertiggestellt. Züge fuhren auf dieser Strecke bis 1973. Die Eisenbahntrasse wurde 1980 stillgelegt und durch Wanderwege ersetzt. Heutzutage zieht die KVR am Myra Canyon jährlich rund 50.000 Wanderer und Radfahrer an.
Spenden für den „Trestle und Trail Building Fund“ werden nun von Trails BC entgegengenommen: www.trailsbc.ca/index.html.
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Die vom Feuer verschonte
Bellevue Canyon Trestle Photo by Murphy Shewchuk, used with permission |
07. September 2003
Historische Bahntrassen am Myra Canyon zerstört
Insgesamt umfassen die Waldbrände im Okanagan Mountain Park rund 24.000 Hektar. 650 Feuerwehrleute und rund 20 Helikopter sind kontinuierlich im Einsatz.
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British Columbia sicher für Touristen
Folgende Gebiete sind durch Waldfeuer betroffen:
Chilko Lake (300 km südwestlich von Williams Lake)
McLure (40 km nördlich von Kamloops)
Strawberry Hill (Nahe Kamloops Vorort Rayleigh)
Cedar Hills (17 km westlich von Armstrong)
Magnisite Creek (Nahe Mt. Assiniboine Provincial Park)
www.gov.bc.ca/for/ (aktuelle Informationen)
www.gov.bc.ca/tran/ (Straßenzustand)
08. August 2003
Gewitter entfachen neue Waldbrände
04. August 2003
Waldbrände in British Columbia
Rund 10.000 Feuerwehrhelfer sind in der gesamten Provinz im Einsatz. Neben zusätzlichen Hilfskräften, die auch aus den östlichen Provinzen wie New Brunswick nach B.C. kommen, kämpfen Hunderte von Freiwillige gegen die Brände an und versuchen Hab und Gut der Bewohner zu retten. "Feuerwehrleute, Freiwillige und Angestellte der Stadtverwaltung haben einen außergewöhnlichen Job für die Sicherheit der Menschen geleistet", erklärte Premier Campbell. Etwa die Hälfte der Waldbrände sollen durch menschliches Verschulden entstanden sein. Einige Hauptverkehrsstraßen wie der Highway 97 und der Yellowhead Highway sind streckenweise gesperrt.
Eine aktuelle Karte der Provinzregierung von British Columbis zur Waldbrandgefährdung gibt es hier.
Weitere aktuelle Informationen zu den Waldbränden gibt es bei:
www.pep.bc.ca (Provincial Emergency Program)
www.vancouver.cbc.ca (CBC News aus British Columbia)
www.th.gov.bc.ca/roadreport.asp (offizielle Seite zu Straßensperrungen)
www.for.gov.bc.ca/protect ("wildfire news", "updates")
Wichtige Telefonnummern vor Ort:
Wildfire Information: 1-888-3FOREST oder 1-888-336-7378
Report a wildfire: 1-800-663-5555
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