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Aktuelle Nachrichten aus Kanada

Januar - Februar 2003

25. Februar 2003

Kanada: Ausgeglichener Haushalt für 2003

Kanada konnte zum sechsten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Dies gab Finanzminister John Manley bekannt. Auf Grund der guten wirtschaftlichen Situation wurden im zweitgrößten Land der Erde die Steuern gesenkt sowie die Ausgaben für Schlüsselbereiche erhöht. Als einziger G-7-Staat hat es Kanada 2002 geschafft, einen Budgetüberschuss zu erzielen und wird dies höchstwahrscheinlich auch für das laufende Jahr erreichen. Das Wirtschaftswachstum beläuft sich 2003 auf 3,5 Prozent. Ende 2002 lagen die Staatsschulden bei 46,5 Prozent des BIP.

Für das Gesundheitswesen sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren 34,8 Milliarden Dollar investiert werden. Eine Milliarde jährlich gehen an das Militär, die Ausgaben für Forschung Innovation sind auf 1,7 Milliarden für drei Jahre festgelegt. Für den „Smart Border Action Plan“, mit dem die Sicherheit und die Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs zwischen den USA und Kanada verbessert werden sollen, werden 600 Millionen Dollar bereitgestellt. Neben dem Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung soll auch die Flugsicherheitssteuer gesenkt werden.

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25. Februar 2003

Air Canada reagiert mit Kostensenkungen

Air Canada will auf die schwierige Marktsituation in der Luftfahrt mit weiteren Kostensenkungen regieren. Dazu gehöre - nach Angaben von Konzernchef Robert Milton -vor allem die Verringerung der Personalkosten. Diese machen mehr als 30 Prozent der Betriebskosten aus.

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25. Februar 2003

Bevölkerung stimmt für Vancouver

Die Bevölkerung Vancouvers hat der Stadt eine klare Zustimmung im Hinblick auf die Austragung der Olympischen Spiele 2010 im nahegelegenen Wintersportort Whistler erteilt. Insgesamt 64 Prozent der Bevölkerung sprachen sich für Olympia aus, 36 Prozent votierten dagegen. Knapp 135.000 Personen, rund 50 Prozent der Berechtigten, nahmen an der Abstimmung teil. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wollte die Olympischen Spiele nicht an eine Stadt vergeben, in der die Bevölkerung dieses Projekt zum größten Teil ablehnt. Im kommenden Juli wird sich das IOC zwischen Pjöngjang (Südkorea), Salzburg (Österreich) und Vancouver entscheiden.

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23. Februar 2003

Air Transat senkt Flugpreise nach Kanada

Die kanadische Charterfluggesellschaft Air Transat hat für Nonstop-Flüge von Berlin und München nach Toronto die Preise um bis zu 20 Prozent gesenkt. Auch die Flüge von Frankfurt nach Toronto bzw. Montreal wurden für zahlreiche Termine billiger. Im Mai und Juni kostet die Strecke nach Toronto ab 399,- Euro.

Insgesamt bietet Air Transat in ihrem Sommerflugplan Flüge zu 30 Zielen in Übersee an. Von Quebec aus wird es 28,4 Prozent mehr Verbindungen als im Vorjahr geben. Die Anzahl der Flugsitze von Toronto und Westkanada steigt um rund 15 Prozent. Die Verbindung zwischen München und Toronto ist ebenfalls neu ins Programm aufgenommen worden.

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21. Februar 2003

Vancouver – lebenswerteste Stadt der Welt

Die westkanadische Metropole Vancouver ist in einem internationalen Vergleich als die lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit Melbourne (Australien) erreichte Vancouver nach der Untersuchung der britischen Zeitschrift „The Economist“ Bestnoten in zwölf relevanten Kategorien. Dazu gehörten unter anderem: Wohn- und Ausbildungsmöglichkeiten, gesundheitliche Vorsorge und Versorgung, Erholungswert, klimatische Bedingungen, politische Stabilität, Kriminalität, kulturelle Angebote und Infrastruktur. „The Economist“ untersuchte rund 130 Großstädte auf dem Globus.

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18. Februar 2003

Mehr Touristen in Atlantikprovinzen

Die Atlantikprovinzen haben im letzten Jahr 2,7 Prozent mehr Touristen begrüßt als im Vorjahr. Dies gab die Atlantic Canada Opportunities Agency (ACOA) bekannt. Demnach kamen 5,3 Millionen Besucher (2001: 5,16 Millionen) Besucher in die Provinzen an der Ostküste Kanadas. Die Einnahmen stiegen um 6,1 Prozent auf 2,945 Milliarden Dollar. Die ACOA investierte verstärkt in Tourismus-Marketing und -Werbung. Ein Schwerpunkt der Werbeaktionen war die Prinz-Edward-Insel. Viele Besucher kamen aus New England (USA).

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11. Februar 2003

Arbeitslosenrate liegt bei 7,4 Prozent

Die Arbeitslosenrate in Kanada ist von 7,5 auf 7,4 Prozent gefallen. Nach der Erschaffung von mehr als 560.000 neuen Stellen im vergangenen Jahr, ist der aktuelle Rückgang eher auf eine geringere Zahl von Beschäftigten zurückzuführen. Während der Einzel- und Großhandel Stellenzuwächse verzeichnen konnte, mussten Arbeitsplätze in Fabriken gestrichen werden. Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen unter den Städten weisen Edmonton (4,9 %) und Calgary (5,5%) auf. In Vancouver liegt die Rate bei 7,8 Prozent.

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27. Januar 2003

Kanada gibt mehr Geld für Sicherheit aus

Insgesamt rund 172 Millionen Dollar will die kanadische Regierung in den nächsten fünf Jahren für eine erhöhte Sicherheit seiner Häfen gegen Anschläge ausgeben. Diese Maßnahmen, zu denen unter anderem die Aufstockung des Hafenpersonals sowie die erhöhte Überwachung von Schiffscontainern gehören, sind eine weitere Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001.

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27. Januar 2003

Wieder mehr Einwanderer in Kanada

Die Zahl der Einwanderer ist auch nach der letzten Volkszählung im Jahre 2001 leicht gestiegen. Demnach geben 18,4 Prozent der rund 30 Millionen Kanadier an, dass sie in einem anderen Land geboren wurden. Dies ist der höchste Stand seit 1931. Im Vergleich: In Australien liegt der Anteil der Immigranten bei 22 Prozent, in den USA bei elf Prozent.

Die meisten der neuen Zuwanderer stammen aus Asien (58 Prozent), insbesondere China, und aus Europa (20 Prozent). Elf Prozent wanderten aus der Karibik und Lateinamerika, acht Prozent aus Afrika und drei Prozent aus den USA nach Kanada ein. Als größter Anziehungspunkt gelten die Städte (Vancouver, Montreal, Toronto), in denen 73 Prozent der Einwanderer leben. Toronto hält sogar mit 44 Prozent seiner Einwohner, die in einem anderen Land geboren wurden, einen Weltrekord.

Auch der Anteil der Ureinwohner (Indianer, Inuit und Metis) ist in den letzten fünf Jahren auf 3,3 Prozent gestiegen.

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13. Januar 2003

Höherer Haushaltsüberschuss als erwartet

Der Haushaltsüberschuss Kanadas wird für das laufende Fiskaljahr (bis 31. März 2003) höher als erwartet ausfallen. Mit 8,9 Milliarden Dollar ist der Budget-Überschuss mehr als doppelt so hoch wie Finanzminister John Manley zu Beginn des Jahres geschätzt hatte. Die Voraussage für das Jahr 2003/ 2004 ist noch optimistischer. Dann soll der Überschus 11,2 Milliarden Dollar betragen. Die zusätzlichen Ausgaben für Reformen im Gesundheitswesen (ca. 3,5 Milliarden Dollar), für Verteidigung und die Umsetzung des Kyoto-Protokolls können damit leicht gedeckt werden. Auch Steuersenkungen sind nicht ausgeschlossen. Paul Darby, Direktor des Wirtschaftsinstituts Conference Board, sieht in den niedrigen Zinsen und in der Zunahme der Beschäftigung (500.000 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen) gute Voraussetzungen für eine prosperierende Wirtschaft. Für 2003 geht er von einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent aus.

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