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Aktuelle Nachrichten aus Kanada

Mai - Juni 2003

24. Juni 2003

lnflationsrate fällt auf 2,9 Prozent

Die kanadische Inflationsrate ist weiter gefallen. Im Mai betrug sie 2,9 Prozent gegenüber drei Prozent im April. Hauptgrund für die sinkende Inflationsrate ist die langsamere Preisentwicklung auf dem Energiesektor.

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24. Juni 2003

Neue Presseschau bei www.kanada.de

Die kanadische Botschaft hat auf ihrer Website www.kanada.de eine neue Rubrik für eine Presseschau geschaffen. Unter "Aktuelles und Media" - "Kanada in der Presse" finden sich nun Artikel aus vielen deutschsprachigen Zeitungen, die über die politische und wirtschaftliche Situation in Kanada berichten.

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24. Juni 2003

Chrétien setzt sich für gleichgeschlechtliche Ehe ein

Der kanadische Premierminister Jean Chrétien will die gleichgeschlechtliche Ehe in Kanada legalisieren. Kanada wäre dann neben Belgien und den Niederlanden das dritte Land der Welt, in dem Homosexuelle heiraten dürften. Das Gesetz soll in Kürze dem Obersten Gericht zur Beratung vorgelegt werden. Chrétiens Liberal Party hat eine Mehrheit in der gesetzgebenden Versammlung. Allerdings ist sich die Partei noch nicht über den Inhalt des Gesetzes einig.

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24. Juni 2003

"Sehr gut" für die Website der kanadischen Botschaft

Der Politik-Informationsdienst Politikerscreen.de hat den Internet-Auftritt der kanadischen Botschaft in Deutschland mit "inhaltlich perfekt" bewertet. Bei dem Test ausländischer Botschaften in Deutschland landete Kanada nach den USA auf Position zwei. Insgesamt wurden 26 der 92 Botschaftsauftritten als "gut" bewertet. Das Urteil bezieht sich auf die Kategorien Informationsvielfalt, Aktualität, Gestaltung und praktischser Nutzwert.

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16. Juni 2003

Verschärfte Gesetze gegen Insiderhandel

Die Vorschriften gegen Insiderhandel und Börsenbetrug sollen verschärft werden. Dies gab der kanadische Justizminister Martin Couchon in Ottawa bekannt. "Betrug am Kapitalmarkt ist ein schwerwiegendes Vergehen", so Couchon. "Es hat ernsthafte Konsequenzen für die nationale und internationale Wirtschaft." Demnach soll illegaler Insiderhandel zukünftig als kriminelles Delikt behandelt und mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

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16. Juni 2003

Holocaust-Museum in Montreal eingeweiht

Montreal hat ein neues Holocaust Museum. Etwa 25.000 Holocaust-Überlebende hatten sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Metropole niedergelassen. Davon leben mehr als 8.000 Menschen immer noch in Montreal. Nach Israel und New York City ist dies die drittgrößte Gruppe weltweit. Das Museum gehört zum Montreal Holocaust Memorial Centre.

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10. Juni 2003

Keine BSE-Fälle mehr in Kanada

Die kanadische Lebensmittelbehörde hat einen Test von 2.700 geschlachteten Rindern abgeschlossen. Dabei hat sie keinen weiteren Fall einer BSE-Erkrankung mehr festgestellt. In Alberta war eine Kuh Anfang des Jahres an BSE gestorben. Die USA hatten genauso wie einige andere Länder ihre Grenzen für kanadisches Rindfleisch geschlossen.

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07. Juni 2003

Einwanderungsberater "Auf nach Kanada" erschienen

Auf der Grundlage des neuen kanadischen Einwanderungsgesetzes ist das Buch "Auf nach Kanada" nun erschienen. Das Buch bietet einen "Erste-Hilfe-Kurs" und zeigt Informationen zur Selbsthilfe für die Einwanderung nach Kanada auf. Herausgeber Maxim Pouska geht in seinem 300-seitigen Leitfaden für die erfolgreiche Einwanderung nach Kanada auch auf die verschiedenen Einwanderungsklassen sowie ihre speziellen Besonderheiten und Anforderungen ein. Neben den landesspezifischen Daten und Fakten bietet das Buch viele nützliche Adressen und Links zu den Themen Einwanderung, Jobsuche, Studium etc. Bestellungen können direkt über die Website www.kanada-aktuell.com abgewickelt werden. Das Buch kostet 24,50 Euro (inkl. Versand innerhalb Deutschlands).

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03. Juni 2003

Wirtschaftswachstum in Kanada

Die Wirtschaft in Kanada wächst weiter. Im ersten Quartal des Jahres stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben von Statistics Canada mit einer Jahresrate von 2,4 Prozent. Damit liegt es erneut höher als das der USA (plus 1,9 Prozent)

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03. Juni 2003

Air Canada endgültig gerettet

Air Canada ist nun endgültig gerettet. Die unter Gläubigerschutz stehende Fluggesellschaft hat ihr Sparziel von 1,1 Milliarden Dollar bei den Personalkosten erreicht. Eine Vereinbarung zur Kostensenkung innerhalb der nächsten sechs Jahre wurde mit der Pilotengewerkschaft ACPA erzielt. Davon sind rund 3.150 Piloten betroffen. Dem Unternehmen steht es nun frei, sich unter dem bestehenden Gläubigerschutz zu restrukturieren. Air Canada hatte seit Beginn des Gläubigerschutzes am 1. April täglich fünf Millionen Dollar Verlust gemacht.

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03. Juni 2003

"Action Plan" zwischen Kanada und der Europäischen Union

Während des Gipfels zwischen Kanada und der Europäischen Union in Athen ist ein "Action Plan" zur Verbesserung und Erleichterung des Handels unterzeichnet worden. "Kanada und die EU sind seit langem starke Partner und Kanada legt Wert auf die enge Kooperation. Wir sind außerdem einem dynamischen multilateralen System verpflichtet", so Premierminister Jean Chrétien. Weitere Informationen zur Vereinbarung gibt es unter www.dfait-maeci.gc.ca/canadaeuropa/canada-eu-c-30-en.asp.

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03. Juni 2003

Kanada im E-Government wieder die Nummer eins

Kanada hat bereits zum dritten Mal in Folge bei einem internationalen Vergleich im E-Government den ersten Platz belegt. Nach Angaben einer Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft Accenture erzielt das nordamerikanische Land die besten Fortschritte in diesem Bereich. Nach Kanada folgen auf den Plätzen zwei und drei Singapur und die USA. Bei der Studie wurden vor allem Online-Aktivitäten von Regierungen, öffentlichen Behörden und Institutionen für die Bürger bewertet.

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28. Mai 2003

Einigung zwischen Air Canada und den Gewerkschaften

Air Canada und ein Teil der Gewerkschaften haben sich auf Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten geeinigt. Demnach werden mehr als 800 Stellen bei der Fluggesellschaft abgebaut. 427 Jobs werden sofort gestricken, weitere 400 Stellen sollen während der nächsten Wochen wegfallen. 160 Mitarbeiter können in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Die Verschlankung bringt der Fluglinie jährliche Einsparungen von 150 Millionen Dollar. Die vereinbarten Löhne bleiben im Grundsatz bestehen, die Pensionen sowie die Krankenversicherungen würden ebenfalls nicht angetastet. Eine vorläufige Einigung erzielte Air Canada auch für ihre Regionalflug-Tochter Jazz, bei der ebenfalls die Kosten reduziert werden.

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28. Mai 2003

Kanada hilft algerischen Erdbebenopfern

Die kanadische Regierung wird die Opfer des Erdbebens im Norden Algeriens mit 200.000 Dollar unterstützen. Das Geld werde nach Angaben der Ministerin für internationale Zusammenarbeit, Susan Whelan, an das Internationale Rote Kreuz weitergeleitet. Bei dem Erdbeben Nahe der Hauptstadt Algier waren mehr 2.200 Menschen ums Leben gekommen.

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20. Mai 2003

G-8-Treffen in Deauville

Finanzminister John Manley wusste beim G-8-Gipfel in Deauville (französische Normandie) über eine erfolgreiche Entwicklung Kanadas zu berichten. Das zweitgrößte Land der Erde zeigt inmitten der lahmenden Konjunktur in den Industrieländern ein konstantes Wachstum von voraussichtlich 2,5 Prozent für dieses Jahr. Die Schätzungen für die USA liegen bei 1,6 Prozent Wachstum im ersten Quartal. Der Kanadische Dollar liegt zur Zeit bei einem Sechs-Jahres-Hoch von über 73 US-Cent. Nach Meinung der Experten wird sich dieser Anstieg weiter fortsetzen.

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20. Mai 2003

Chrétien führt Gespräche über Raketenabwehr

Kanadas Premierminister Jean Chrétien wird voraussichtlich Ende Mai Gespräche mit den USA über eine Beteiligung am US-Raketenabwehrsystem führen. Außenminister Bill Graham unterstrich die Notwendigkeit dieser Diskussion mit den US-Amerikanern, auch wenn sich Kanada nicht an diesem Projekt beteiligen würde. Die Liberale Partei hatte in den 80er Jahren das vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ins Leben gerufene Star Wars-Projekt abgelehnt.

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20. Mai 2003

SARS-Notfallstatus für Ontario aufgehoben

Der Ministerpräsident von Ontario, Ernie Eves, hat den Notfallstatus für Ontario, der wegen der Lungenkrankheit SARS Ende März ausgerufen worden war, wieder aufgehoben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte ihre Reisewarnung gegen Toronto bereits vor zwei Wochen zurückgenommen.

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13. Mai 2003

Kanada ist Eishockey-Weltmeister

Kanada, das Mutterland des Eishockeys, ist Weltmeister. Mit 3:2 besiegten die Kanadier im Endspiel in Helsinki das Team aus Schweden. In der Verlängerung sorgte Anson Carter für das entscheidende Tor. Der Treffer wurde erst nach mehreren Minuten auf Grund von Videoaufnahmen anerkannt. Im Viertelfinale musste Kanada bereits gegen die deutsche Mannschaft in die Verlängerung. Auch hier entschied der "Sudden Death" über den Sieg des Ahorn-Teams. 15 Monate nach seinem Olympia-Sieg in Salt Lake City holte sich Kanada damit seinen 22. WM-Titel.

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13. Mai 2003

Wirtschaftswachstum in Kanada

Auch 2002, dem elften Jahr in Folge, konnte Kanada ein Wachstum seiner Wirtschaft vorweisen. Dieser Zeitraum markiert die längste und stabilste wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Inlandskonjunktur basiert auf der um 1,6 Prozent gestiegenen Importnachfrage. Die Exporte sanken hingegen um 0,6 Prozent. Ein deutlicher Rückgang ist im Bereich der Holz- und Energiewirtschaft zu verzeichnen. Kanada ist mit einem Exportanteil von 41 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein ausgeprägtes Exportland. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner waren die USA, gefolgt von Japan.

Der Jahresbericht von "Canada's State of Trade" ist bei www.dfait-maeci.gc.ca/eet/trade/state-of-trade-en.asp zu finden.

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13. Mai 2003

USA und Kanada bauen Grenzprogramme aus

Die USA und Kanada werden ihre beiden Initiativen FAST und NEXUS für einen sicheren und effizienten Grenzverkehr ausbauen. "Wir machen unsere gemeinsame Grenze effizienter und sicherer, indem wir den uns bekannten Besuchern den Grenzübergang erleichtern und beschleunigen und uns bei der Kontrolle stärker auf die uns nicht Bekannten konzentrieren", sagte der zuständige Minister Elinor Caplan. FAST bedeutet "Free and Secure Trade" und soll den Warenverkehr sicher und schnell abwickeln. NEXUS ist ein Programm für den Reiseverkehr.

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06. Mai 2003

Kanadische Regierung stellt Finanzhilfen für Ontario bereit

Die kanadische Regierung stellt im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit SARS rund 100 Millionen Dollar für die Provinz Ontario bereit. Von der SARS-Ausbreitung und den Auswirkungen auf Wirtschaft und Tourismus ist vor allem der Großraum Toronto bertroffen. Mit der Finanzhilfe sollen zusätzliche Kosten im Gesundheitswesen der Stadt und zur Bekämpfung der Krankheit gedeckt werden.

Zur Vorbeugung weiterer Erkrankungen müssen demnächst Passagiere internationaler Flüge neben der üblichen Befragung nach SARS-Symptomen auch gescreent werden, d.h. sie werden mit Hilfe eines Infrarot-Scanners auf Fieber hin untersucht. Außerdem wird überlegt, eine neue Behörde vergleichbar der US-amerikanischen CDC (Center for Disease Control) zur Kontrolle und Vorbeugung ansteckender Krankheiten einzurichten. Die kanadische Regierung hatte bereits Ende April die Reisewarnung für Toronto aufgehoben.

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06. Mai 2003

229.000 Einwanderer im vergangenen Jahr

Kanada hat im Jahre 2002 insgesamt 229.000 Immigranten mit permanenter Aufenthaltserlaubnis begrüßt. "Wir können stolz darauf sein, dass so viele Menschen sich entschieden haben, hier in Kanada ein neues Leben zu beginnen", erklärte der zuständige Minister Denis Coderre. Für das laufende Jahr werden rund 225.000 Zuwanderer erwartet.

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06. Mai 2003

Kanada hofft auf Ausnahmeregelung von strengen US-Grenzkontrollen

Der kanadische Vize-Premierminister John Manley ist optimistisch, dass die Kanadier von den geplanten strengen Grenzregelungen der USA ausgenommen werden. Auf Grund des erhöhten Sicherheitsrisikos nach den Terroranschlägen vom September 2001 wollen die USA ihre Ein- und Ausreisebestimmungen verschärfen. Nach den neuen Bedingungen sollen Ein- und Ausreisende gründlich registriert werden, was zu einem erheblichen Zeitverlust führen würde. Die Kanadier befürchten, dass der Grenzverkehr und der Handel mit den USA beeinträchtigt würde. Etwa drei Millionen Kanadier reisen monatlich in die USA, die Hälfte davon überquert die Grenze nur für einen Tag. Die neuen Regelungen sollen spätestens am 1. Januar 2005 in Kraft treten.

Ab 1. Oktober 2003 ist die visumsfreie Einreise in die USA nur noch mit einem maschinenlesbaren Pass möglich. Für deutsche Staatsbürger ist damit der rote Europapass gemeint. Grüne Passe, die für kurzfristigen Passersatz etc. ausgestellt werden, sind dann für eine visumsfreie Einreise nicht gültig. Diese Regelung gilt für alle Nationen, die am US Visa Waiver Programm teilnehmen.

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06. Mai 2003

Kanadischer Dollar auf Hochkurs

Der kanadische Dollar hat gegenüber dem US-Dollar einen Fünf-Jahres-Höchststand erreicht. Während die Konjunkturdaten in den USA weiterhin schwach sind, konnte die Wirtschaft in Kanada im Januar um 0,5 Prozent und im Februar um 0,2 Prozent wachsen. Die Notenbank hatte Mitte April ihren Leitzins von 3,0 auf 3,25 Prozent heraufgesetzt. Die Währung hat damit im Vergleich zum Jahresgewinn um mehr als zehn Prozent zum Dollar gewonnen. Der Kanada-Dollar kostet zur Zeit 0,65 Euro.

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© 2002 - 2003 by Stefan Brixner, Hamburg, Deutschland