F e r n w e h-Pur... Bevölkerung

„O Canada“! Das zweitgrößte Land der Erde besteht aus einem „Mosaik“ von Kulturen und Völkern. Die indigenen Völker haben ihren kulturellen Ursprung in Kanada, alle übrigen Kanadier stammen von Einwanderern ab, die seit dem 17. Jahrhundert ins Land gekommen sind.

Die Inuit

Die Herkunft Inuit („Menschen“ in der Inuktitut-Sprache) ist nicht genau bekannt. Es wird angenommen, dass ihre Vorfahren aus Asien stammen und sie vor 10.000 bis 30.000 Jahren über die Beringstraße - zwischen Sibirien und Alaska - nach Nordamerika gekommen sind. Nachdem 1760 Britannien den größten Teil Nordamerikas unter seine Herrschaft genommen hatte, traten die Indianer viele Gebiete ab und erhielten dafür einmalige Abfindungen oder Staatsrenten. Andere Gebiete wurden in Reservate umgewandelt, die nur für die „Ersten Völker“ zur Verfügung standen. Im Indian Act (1876) wurden der Bundesregierung weitgehende Vollmachten über die in Reservaten lebenden Indianer übertragen. Die Inuit haben sich seither den Lebensbedingungen angepasst, die sie vorfanden. Bis 1962 besaßen sie bei kanadischen Wahlen kein Wahlrecht. In den folgenden 30 Jahren kämpften die Ureinwohner um ihr Land und ihr Recht, bis sie schließlich im Jahre 1999 ihr eigenes Territorium, Nunavut, zugesprochen bekamen.

Nach der kanadischen Verfassung (Constitution Act 1992) gehören die Inuit, Métis (Mischlinge) und die Indianer zur Urbevölkerung des Landes. Vier Prozent der Kanadier gaben an, zu einer der drei (Ur-)Bevölkerungsgruppen zu gehören. Heute leben rund knapp eine halbe Millionen nordamerikanische Indianer, 130.000 Métis und rund 36.000 Inuit überwiegend im Norden des Landes.

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Einwanderung aus Europa

Von den insgesamt über 30 Millionen Kanadiern sind rund 7,6 Millionen britischer und 6,2 Millionen französischer Herkunft. Die deutschstämmigen Kanadier stellen eine große Bevölkerungsgruppe (rund 500.000).

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Asiatische Immigranten

Nachdem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich Europäer, auch Deutsche, in das zweitgrößte Land der Erde einwandert sind, wird die Zahl der Immigranten aus Asien, dem Mittleren Osten und Mittel- und Südamerika seit den 60er Jahren immer größer. Zwischen 1981 und 1991 kamen rund die Hälfte der Einwanderer aus Asien und dem Mittleren Osten. 1995 stammten gar sechs von zehn Immigranten aus Asien, vor allem aus China und Hong Kong. Die Gesamtzahl der Einwanderer lag in den 90er Jahren zwischen 214.000 und 252.000 pro Jahr.

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Bevölkerungsverteilung und -entwicklung

Drei Viertel der Kanadier (76,6 %) leben in der Stadt, 23,4 Prozent in ländlichen Gegenden. Rund ein Drittel der kanadischen Bevölkerung ist in einer der drei Millionenstädte Toronto, Montréal und Vancouver beheimatet.

Bevölkerungsentwicklung:

1867: 3.463.000
1911: 7.207.000
1941: 11.507.000
1971: 21.568.000
1998: 30.300.000

Einwanderungsentwicklung:

1910-1914: 1.506.229
1950-1954: 769.649
1965-1969: 909.882
1990-1994: 1.179.442
1995-1997: 654.581

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