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Aktuelle Nachrichten aus Namibia

Mai - Juni 2003

27. Juni 2003

Nationalrat blockiert Verfassungsänderung

Der namibische Nationalrat hat die angestrebte Verfassungsänderung einstimmig abgelehnt. Die Verfassungsänderung hätte die Amtszeit der Regionalräte von sechs auf fünf Jahre verkürzt und damit einen Einklang mit der Amtsperiode von Lokalräten erziehlt. Ziel wäre die gemeinsame Durchführung der Regional- und Lokalwahlen gewesen.

"Wenn der Nationalrat eine vorgeschlagene Verfassungsänderung ablehnt, kann diese nur noch durch einen Volksentscheid durchgesetzt werden", sagte Generalstaatsanwältin Pendukeni Ithana. Das Grundgesetzt sieht allerdings vor, dass eine Verfassungsänderung auch gegen den Widerstand des Nationalrates rechtskräftig wird, wenn sich während eines Volksentscheids Zweidrittel aller Teilnehmer dafür aussprechen.

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25. Juni 2003

Vandalismus in Katima Mulilo

Zu verstärktem Vandalismus kommt es zur Zeit in Katima Mulilo. Wegen der hohen Wasserpreise und der Einführung elektronischer Karten für Trinkwasser, welche im Voraus bezahlt werden müssen, wurden elektronische Messgeräte für die Abnahmen von Trinkwasser zerstört und Wasserrohre aus der Erde gerissen und abgebrochen. "Die Einwohner wussten, dass sie von nun ab auf diese Art und Weise für Wasser bezahlen müssen, denn sie wurden bereits im vergangenen Jahr informiert", sagte Agnes Limbo, Stadtsekretärin Katima Mulilos.

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20. Juni 2003

Tourismus-Potential im Süden soll besser genutzt werden

Das Tourismus-Potential im Süden Namibias soll besser genutzt werden. Dies ist das Ergebnis einer Konferenz zur Förderung des Tourismus in der Karas-Region, die in Keetmanshoop stattfand. "Trotz der vielen vorhandenen Touristen-Attraktionen wird das Potential hier noch viel zu wenig ausgenutzt. Das Wachstum in diesem Sektor liegt deutlich hinter dem Landesdurchschnitt", erklärte Albert Mieze, Tourismus-Direktor beim Ministerium für Umwelt und Tourismus. Zu den neuen Maßnahmen gehören eine stärke Kooperation unter den einzelnen Regionalvertretern sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Botswana und Südafrika. Zudem wurde ein Tourismusforum gebildet, in dem anstehende Maßnahmen bezirksübergreifend und gebündelt koordiniert werden können. Die Zahl der Urlauber in Namibia hatte während der letzten sechs Jahre um rund ein Drittel zugenommen.

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20. Juni 2003

TV-Dokumentation: "Mit dem Pick-Up durch Namibia - 10 Tage im Land des trockenen Wassers"

Eine zehnteilige Sendereihe über Namibia wird im August im Südwestfernsehen (SWR) ausgestrahlt. Die Reihe, die von dem ehemaligen Fernsehjournalisten Gebhard Plangger und seiner Frau Marion produziert wird, trägt den Titel "Mit dem Pick-Up durch Namibia - 10 Tage im Land des trockenen Wassers". "Es ist sicherlich die ausführlichste Sendereihe, die je über Namibia im deutschen Fernsehen lief", erklärt Gebhard Plangger, dessen Aufnahmen überwiegend zwischen Juli und September 2002 entstanden sind. Die Reise durch Namibia verläuft vom Oranje im Süden bis zum Kunene an der nördlichen Grenze. In den einzelnen Serien sollen die Besonderheiten und Eigenheiten des Landes, die touristischen Höhepunkte sowie vor allem der Alltag der Menschen gezeigt werden. Die zehn Teile werden vom 18. bis 22. August sowie vom 25. bis 29. August jeweils von 15.00 bis 16.00 Uhr ausgestrahlt.

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19. Juni 2003

International SOS House offiziell eingeweiht

Das International SOS House ist offiziell in der Nähe des Olympia Postamtes in Windhoek eingeweiht worden. Das Herzstück des 3,5 Millionen Namibia-Dollar Gebäudes ist das Alarm-Zentrum, das 24-Stunden einsatzbereit ist. Monatlich werden hier rund 2.500 Anrufe entgegengenommen. Sieben Ambulanzen, neun speziell ausgerüstete Fahrzeuge für Schnelleinsätze und zwei Flugzeuge stehen für Notfälle zur Verfügung. International SOS wurde im Oktober 2001 aus dem Zusammenschluss von Medrescue und Aeromed ins Leben gerufen.

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19. Juni 2003

Grenze zwischen Namibia und Botswana neu definiert

Der Grenzverlauf zwischen Namibia und Botswana ist neu definiert worden. Die gemeinsame technische Grenzkommission von Botswana und Namibia legte sich auf eine Grenze entlang des Wasserlaufes Chobe fest. Bisher hatten sich beide Länder an die Grenzdefinitionen der Deutschen und Briten von 1890 gehalten. Demnach war die geometrische Mitte von Ufer zu Ufer ausgeschlaggebend. Nun gilt die Mitte der tiefsten Rinne als international verbindliche Grenze. Auch die namibische Nationalversammlung zeigte sich erfreut über die Einigung zwischen Namibia und Botswana.

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17. Juni 2003

Neue Piloten bei Air Namibia

Insgesamt 18 namibische Piloten sind bei Air Namibia neu in den Dienst aufgenommen worden. Bei ihrer Begrüßung wies Air Namibia-Geschäftsführer Gernot Riedel darauf hin, dass der Zeitplan für die geplante Teilprivatisierung der staatlichen Fluggesellschaft noch nicht klar sei. Zuletzt war eine Beteiligung mit dem internationalen Partner "ExecuJet" im Gespräch. Neben den lokalen und regionalen Flugstrecken möchte Air Namibia auch seine internationalen Verbindungen ausbauen. Auch das Langstreckenflugzeug "Welwitschia" vom Typ Boeing 747-400 Combi soll durch einen Airbus 340-300 ersetzt werden.

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12. Juni 2003

Teil der Jetty soll gerettet werden

Die Jetty-Brücke in Swakopmund soll teilweise gerettet werden. Nachdem die Vizebürgermeisterin Miriam Valombola beim Jettyfestival Anfang Mai versprochen hatte, die Brücke wieder komplett zu renovieren, entschieden sich die Stadtväter von Swakopmund auf ihrer letzten Sitzung für eine Trennung des Vorderteils der Brücke von den Betonpfeilern. Nach einer Untersuchung der Firma Cape Diving & Salvage Ltd. wiesen die ersten 17 Betonpfeiler deutliche Risse auf. "Die Gelder reichen für eine komplette Brückenrenovierung nicht aus", sagte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Freddy Kaukungua, "wir wollen nun versuchen, wenigstens einen Teil der Brücke zu retten." Insgesamt 350.000 Namibia-Dollar stehen noch für die Restaurierung der Brücke zur Verfügung.

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11. Juni 2003

Winter in Namibia

Nach einem milden Start macht sich nun auch der Winter in Namibia bemerkbar. Erstmals in diesem Jahr wurden in Windhoek und in einigen anderen Landesteilen Temperaturen unter der Gefriergrenze gemessen. Der kälteste Ort war bisher Mariental. Dort wurden in den frühen Morgenstunden -3,3 Grad gemessen. An der Küste schien nach wochenlangem Nebel wieder die Sonne.

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10. Juni 2003

Swakopmunder sehen "Waterfront" mit Skepsis

Viele Swakopmunder sehen der geplanten "Waterfront" angesichts der Verzögerungen des Baustarts mit Skepsis entgegen. "Das Projekt ist zum Scheitern verurteilt", so eine bekannte Swakopmunder Geschäftsfrau. "Das Vorhaben ist größenwahnsinnig. Allein die Infrastruktur kann es gar nicht bringen." Ende 2002 warb die Swakopmund Waterfront Development Company (SWHC) als Projektentwickler für die Waterfront. Demnach sollte Ende Februar mit dem Bau des 250 Millionen Namibia-Dollar-Projektes am Vineta Point begonnen werden. Geplant waren unter anderem ein Jachthafen, zwei Hotels, Eigentumswohnungen, Restaurants, Geschäftsräume und Einkaufszentren. Dieser Bau verzögert sich nun.

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09. Juni 2003

Mehr Engagement für Namibia als Reiseland

"Namibia Wildlife Resorts" (NWR) hat die verschiedenen Botschafter aufgefordert, Namibia als Reiseziel im Ausland stärker zu empfehlen. "Im Rahmen der ausländischen Tourismusförderung besteht ein dringender Bedarf für eine engere Kooperation zwischen NWR und dem Außenministerium", sagte die Geschäfsführerin von NWR, Dr. Victoria Nicodemus. Nach dem Bergbau- und Fischereisektor leistet die Tourismusindustrie den größten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt.

Die Besucherzahlen in Namibia sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Nach Angaben der Statistiken der NWR besuchten in Namibia rund 43 Prozent aller Touristen eines der 22 staatlichen Rastlager und Zeltplätze. Dreiviertel dieser Gäste steuerten dabei eines der Lager im Etosha-Nationalpark an. Im Jahre 2002 hatte das NWR rund 500.000 Übernachtungen in den von ihm verwalteten Rastlagern verzeichnen könnten. Dies entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Tourismus aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) stellt mit 200.000 rund zehn Prozent aller NWR-Kunden. Der größte Teil der Rastlager-Gäste sind mit 14,9 Prozent Namibier, gefolgt von Südafrikanern mit 12,4 Prozent.

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06. Juni 2003

Schärfere Kontrollen für Straßenhändler in Windhoek

Die namibische Polizei hat schärfere Kontrollen bei Straßenhändlern in Windhoek angekündigt. Jeder Händler muss in der namibischen Hauptstadt eine amtliche Registrierung bei sich führen. Wer diese nicht dabei hat, macht sich einer Straftat schuldig. Diese Maßnahme wurde notwendig, nachdem in der Innenstadt Passanten und Geschäftsleute zunehmend belästigt wurden. Touristen werden daraufhingwiesen, Fälle von aggressiver Bettelei und Taschendiebstahl sofort der Polizei zu melden.

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05. Juni 2003

"Children in the Wilderness"-Projekt

Viel über die Natur und deren Zusammenhänge konnten Kinder beim fünftägigen "Children in the Wilderness"-Projekt im Palmwag Rhino Camp lernen. Neben dem Schutz der Natur erfuhren die Kids mehr über Erste Hilfe, Ökosysteme, Spurensuche etc. Es war das vierte Camp, das von Wilderness Safaris für Kinder in Namibia organisiert wurde. Die Idee wurde ursprünglich von Hollywood-Star Paul Newmann während einer Namibia-Reise initiiert. Paul Newmann leitet in den USA das "Hole in the Wall"-Projekt, in dem tödlich erkrankte Kinder betreut werden. Wilderness-Safari setzte diese Idee nun auf afrikanische Verhältnisse um und betreute sozial benachteiligte Kinder, u.a. Aidswaisen. Die 12- bis 16-jährigen Kinder stammten aus der Gegend um Palmwag und wurden teilweise auch von ihren Lehrern begleitet. Neben Namibia werden diese Projekte auch in Botswana und Südafrika durchgeführt.

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05. Juni 2003

RCC schreibt rote Zahlen

Die staatliche Straßenbaugesellschaft Roads Contractor Company Limited (RCC) hat im Finanzjahr 2001/2002 rote Zahlen in Höhe von 29,4 Millionen Namibia-Dollar geschrieben. Die Einnahmen sind zwar im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 269 Millionen Namibia-Dollar erhöht worden, gleichermaßen stiegen aber auch die Ausgaben um 38 Prozent. Einer der Hauptgründe sei der Wechselkursverlust des Rand gegenüber dem US-Dollar, so der Vorstandsvorsitzende Otto Shikongo.

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03. Juni 2003

Koalition gegen Aids

Die großen Firmen Namibias wollen in Zukunft verstärkt Aids-Kampagnen koordinieren. Zu diesem Zwecke wurde Anfang Juni die Initiative Nabcoa (Namibia Business Coalition on Aids) ins Leben gerufen. "Wir müssen im Kampf gegen Aids unbedingt schneller werden. Die Infektionsraten sind erschreckend und sie betreffen ausgerechnet die produktivsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die Bevölkerungsgruppe der 15- bis 49-Jährigen", erklärte die Geschäftsführerin von Namdeb, Inge Zaamwani. Aids-Kampagnen sollen demnächst gebündelt, vorhandene Erkenntnisse geteilt und an kleinere Unternehmen weitergegeben werden.

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02. Juni 2003

Ausbildungshotel in Windhoek

Der Stadtrat von Windhoek hat den Antrag des Polytechnikums bewilligt, ein Hotel mit zwölf Betten, ein Restaurant für 40 Personen und eine Getränkebar zu betreiben. Das neue Ausbildungshotel wird auf dem Gelände der neuen Hotelfachschule an der Beethovenstraße errichtet. Das Polytechnikum muss als Auflage ausreichend Parkplätze zur Verfügung stellen sowie die Lärm-Vorschriften der Stadt einhalten. Die Hotelfachschule und das neue Ausbildungshotel liegen in der Umgebung des Potgieter-Altersheimes sowie einiger Pensionen und Backpacker Lodges. "Wir begrüßen den Einzug eines Restaurants in unserer Nachbarschaft", erklärt Erda Iben vom Gästehaus Okaruzuwo, "unsere Gäste können das Restaurant dann zu Fuß aufsuchen. Ansonsten müssen sie mit dem Taxi abends in die Stadt fahren."

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30. Mai 2003

Regierung hilft Straußenindustrie

Die namibische Regierung will der Straußenindustrie unter die Arme greifen. Sie verpflichtet sich zu einer Darlehensgarantie von 14 Millionen Namibia-Dollar, durch die 14.000 Strauße für namibische Kommunalfarmer gekauft werden sollen. Die namibische Regierung hatte die Straußenfarmerei Ende 2002 als "strategische Industrie" bezeichnet. Durch diesen Sonderstatus kommt die angeschlagene Straußenindustrie in den kommenden Jahr in den Genuss finanzieller Unterstützung. Die Farmer sollen in den nächsten Jahr pro geschlachteten Vogel subventioniert werden. Die internationalen Preise für Straußenfleisch waren wegen des Rand-Kursgewinns in den vergangenen Monaten um 30 Prozent gefallen. Gleichzeitig sind die Futterpreise im südlichen Afrika wegen Produktionsengpässen stark angestiegen. Nach Angaben des Landschaftsministeriums musste die Straußenindustrie seit November 2002 Umsatzverluste in Höhe von 20 Millionen Namibia-Dollar hinnehmen.

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28. Mai 2003

Strom und Wasser teurer

Rückwirkend zum 1. April 2003 soll die Stadt Windhoek 14 Prozent mehr für die Wasserlieferung von NamWater zahlen. Der Stromtarif wird zum 1. Juli 2003 ebenfalls um 14 Prozent erhöht.

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28. Mai 2003

Ausbau der Strecke zwischen Windhoek und Okahandja

Die Straße zwischen Windhoek und Okahandja soll nach Angaben der namibischen Straßenbehörde (Roads Authority) ausgebaut werden. "Bis Ende Dezember soll der Ausbau und die Rehabilitierung der Straße zwischen Windhoek und Aris abgeschlossen sein. Im kommenden Finanzjahr, das am 1. April 2004 beginnt, werden wir uns um die Strecke Windhoek - Okahandja kümmern", sagte ein Ingenieur der Roads Authority. Auch die vierspurige Straße, die von Windhoek nach Brakwater führt, soll um einige Kilometer verlängert werden. Insgesamt soll die gesamte Strecke von Windhoek nach Rehoboth ausgebaut werden.

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23. Mai 2003

TV-Serie "Die Fallers" in Namibia gedreht

Drei Folgen der TV-Serie "Die Fallers" sind in Namibia gedreht worden. Drehort war die Krumhuk-Lodge südlich von Windhoek. Die Folgen, die in Namibia spielen, werden ab 25. April 2004 im SWR-Fernsehen gezeigt. "Namibia hat sich für große Fernsehproduktionen bewährt", erklärt Raphael Scriba, Inhaber der namibischen Filmproduktionsfirma Power an Glory Films.

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23. Mai 2003

Wassernot in Windhoek

Der staatliche Wasserversorger NamWater und die Windhoeker Stadtverwaltung haben angesichts der Wasserknappheit in Zentral-Namibia die Einwohner von Windhoek aufgefordert, ihren Wasserverbrauch um zehn Prozent zu senken. Die Wasserreserven sind diesen Gebieten stark begrenzt, da die Stauseen Von Bach, Omatako und Swakop Pforte in der Regensaison kaum Zulauf erhalten haben. Der Bedarf an Wasser hat in Windhoek gleichermaßen zugenommen. "Wir können nicht jeden Haushalt daraufhin überwachen, ob dort das Schwimmbad abgedeckt ist, der Garten nur wie vorgeschrieben früh morgens und spät abends bewässert wird und die Bewohner sich an das Verbot gegen den Einsatz von Wasserschläuchen für Reinigungszwecke aller Art halten", sagte der zuständige Beamte der Stadt, Piet du Pisani. Bei Verstößen gegen die Wasserspar-Maßnahmen wird eine Strafe von N$ 2000,- fällig.

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22. Mai 2003

Dampflok "Martin Luther" wird restauriert

Die alte Dampflok "Martin Luther", die vor den Türen Swakopmunds steht, soll restauriert werden. Die Restauration der historischen Lok wird von Studenten des Namibian Institutes of Mining and Technology (Nimt) vorgenommen. "Bei uns werden dann die Auszubildenen versuchen, anhand alter Pläne der ehemaligen Maschinenfabrik Fr. Dehne GmbH & Co. KG, den Martin Luther aus den noch übriggebliebenen Teilen und neuem Material wieder herzustellen",erklärt Nimt-Direktor Eckhart Mueller. Das Material wird von Spenden gekauft. Neben anderen Geldgebern hat auch die Deutsche Botschaft in Windhoek einen Betrag für die Restaurierung gespendet. Im Jahre 1896 war die Lok von Oberstleutnant Troost nach Swakopmund gebracht worden. Damit sollte der Ochsenwagentransport entlastet werden. Das Unternehmen scheiterte damals. Ihren Spitznamen "Martin Luther" erhielt die Lok nach den Worten des Reformators: "Hier stehe ich und kann nicht anders."

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22. Mai 2003

Notstand im Caprivi

Für den Bezirk Kabbe am Sambesi ist der Nationale Notstand erklärt worden. Die Behörden gehen hier von einer starken Zunahme der Malariafälle und Durchfallerkrankungen durch verunreinigtes Wasser aus. Ein Notstands-Komitee, das die Auslieferung der Hilfsgüter koordiniert und technische Unterstützung leistet, wurde bereits gegründet. Der Sambesi ist bei Katima um 1,40 Meter auf 5,20 Meter gesunken.

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22.. Mai 2003

Stadtpolizei für Windhoek

In der namibischen Hauptstadt Windhoek soll demnächst eine Stadtpolizei für Recht und Ordnung sorgen. Zwei Stadtpolizei-Einheiten sind dann jeweils für die Verkehrsordnung und die Kriminalitätsbekämpfung zuständig. Ab August sollen dann 31 Rekruten für die Verkehrsordnungs-Einheit und 101 Rekruten für die Kriminalitätsbekämpfungseinheit in Dienst genommen werden. Insgesamt soll die Stadtpolizei dann, nach Integration städtischer Verkehrspolizisten und Sicherheitswachen, über 252 Kräfte verfügen. Die Rekruten sollen im Patrick Iyambo Polizei-Ausbildungszentrum in Windhoek geschult werden. In den Finanzjahren 2004/2005 und 2005/2006 werden die Einheiten noch um rund 150 Kräfte verstärkt.

Die Einführung der Stadtpolizei wird die Stadtverwaltung in diesem Jahr und 24 Millionen Namibia-Dollar kosten. Für die kommenden Jahr wird von 35 Millionen Namibia-Dollar ausgegangen. Die Kosten sollen von den Bürgern der Hauptstadt getragen werden. Ab 01. Juli soll deshalb eine so genannte monatliche Sicherheitsgebühr zwischen 16 und 300 Namibia-Dollar erhoben werden. Unternehmen sollen entsprechend mehr bezahlen.

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21. Mai 2003

Maismehl für Flutopfer

Die Bewohner des vom Wasser eingeschlossenen Ost-Caprivi sind in den letzten Tagen verstärkt mit Nahrungsmitteln versorgt worden. Zwei Regierungshubschrauber halfen den Opfern mit 500 12,5 kg Säcken Maismehl. Die meisten überfluteten Gebiete sind weder mit Geländefahrzeugen noch mit Booten zu erreichen. Von den unerwarteten Hochwassern des Sambesiflusses sind bisher etwa 12.000 Menschen betroffen. "Es gab keien Warnung aus den Nachbarländern, dass sehr viel Wasser auf dem Weg sei", erklärte der Governeur der Caprivi-Region, Bernard Sibalatani. Wegen der Fluten wird die landesweite Wählerregistrierung in der Caprivi Region höchstwahrscheinlich verschoben. "Wir können die Leute einfach nicht erreichen und die logistischen Probleme sind immens. Wenn das Wasser schnell genug sinkt, wird die Registrierung hoffentlich plangemäß durchgeführt", so der Governeur.

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21. Mai 2003

Namibia-Urlauber verdurstet

In der Nähe des Brandberges ist ein Mann aus den Niederlanden qualvoll verdurstet. Das Ehepaar hatte sich verfahren und seine Vorräte an Benzin, Nahrung und Trinkwasser waren erschöpft. Die Deutsche Botschaft in Windhoek lässt seitdem Handzettel drucken, die die Besucher bereits am Flughafen auf die dünne Besiedlung Namibias sowie auf eine Mindestausstattung an Trinkwasser, möglichst auch an Benzin und Nahrung, hinweisen.

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15. Mai 2003

Prüfung der Verfassungsänderung

Der Nationalrat hat einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Prüfung der geplanten Verfassungsänderung einberufen. Die Verfassungsänderung sollte die Zusammenlegung der Lokal- und Regionalwahlen ermöglichen. Der Swapo-Abgeordnete Hafeni Ndemula hatte die Änderung des Grundgesetzes als "nationale Schande" bezeichnet und die "einstimmige Ablehnung" gefordert. "Erst wenn die Nationalversammlung den Nationalrat als gleichberechtigten Partner akzeptiert, werden wir unsere parlamentarische Demokratie weiterentwickeln können", sagte Ndemula. Mit dieser Aussage wurde die Befürchtung der Mitglieder des Nationalrates ausgesprochen, die Nationalversammlung wolle durch die Verfassungsänderung die Auflösung der zweiten Parlamentskammer vorbereiten.

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15. Mai 2003

Flut-Hilfe für Caprivi

Das namibische Rote Kreuz (NRCS) hat der Regierung seine Unterstützung bei Hilfsmaßnahmen für die Hochwasseropfer im Caprivi zugesprochen. Demnach werde sich das NRCS auch um Spenden im Ausland bemühen und versuchen, Opfer mit Decken, Kleidung, Zelten, Medikamenten und Nahrungsmittel zu versorgen.

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09. Mai 2003

Neuer Finanzminister

Der namibische Präsident Sam Nujoma hat im Rahmen einer Kabinettsumbildung den bisherigen Finanzminister Nangolo Mbumba zum Minister für Rundfunk und Information herabgesetzt. Nachfolgerin von Mbumba wird die bisherige Generaldirektorin der Nationalen Planungskommission (NPC), Saara Kuugongelwa-Amadhila. Deren bisheriges Amt wird Immanuel Ngatjizeko ausführen, der bisher stellvertretender Minister für Bergbau und Energie war. Insgesamt hat Präsident Sam Nujoma sieben Personalveränderungen im Kabinett durchgeführt.

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09. Mai 2003

Holiday and Travel Expo eröffnet

Die Holiday and Travel Expo hat zum fünften Mal ihre Pforten für Besucher eröffnet. Auf rund 135 Ständen werden in Windhoek Dienstleistungen und Produkte im Bereich Tourismus angeboten. Erstmalig wird es bei der Messe eine "Crafts Alive Exhibition", eine Plattform für das Kunstgewerbe aus ländlichen Regionen Namibias, gegen. Daneben gibt es auch den etablierten Wettbewerb der Küchenchefs sowie den Expo Fotowettbewerb. Am letzten Messetag wird auf dem Gelände des Country Club Windhoek eine Sonderveranstaltung ausgetragen. Am sogenannten "Golf-Tag" kann jeder Interessierte den Golfschläger schwingen und sich über den aufstrebenen Golftourismus in Namibia informieren. Parallel zu der Messe findet der Han-Kongress (Hospitality Association of Namibia) statt.

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08. Mai 2003

Neue Besitzer übernehmen Caprivi-Lodges

Die Zambezi River Lodge und die Kings's Den Lodge wurden nun offiziell von der Ohithaver & List-Tochtergesellschaft Namib Sun Hotels übernommen. Beide Lodges wurden bereits seit Anfang März von Namib Sun Hotels geführt. Die Zambezi River Lodge wurde 1982 erbaut und liegt bei Katima Mulilo am Sambesi. Die Kings's Den Lodge gibt es seit 1992 und befindet sich am Chobe-Fluss in der Nähe von Kasane. Namib Sun Hotels verfügt über ein breites Netz an Hotels und Lodges in ganz Namibia.

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08. Mai 2003

Jettyfest in Swakopmund

Der diesjährige Erlös des "Jettyfest" in Swakopmund geht nicht wie in den vergangen Jahren in den Erhalt der alten Brücke, sondern wird zu Gunsten "Children with Handycaps Action in Namibia" und den deutschen privaten Schülerheimen gespendet.

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06. Mai 2003

Anzahl der Sicherheitskräfte am Avisdamm soll erhöht werden

Am Avisdamm soll die Anzahl der Wachleute von einem auf zwei Sicherheitskräfte erhöht werden. In den letzten Monaten hatten sich Überfälle auf Spaziergänger gehäuft. Die Umweltorganisation Greenpace hatte dies auf ihrer Jahreshauptversammlung in Windhoek beschlossen. Bedrohte Spaziergänger können zwei Notfallnummern anwählen: 081-2752997 (Polizei Goagoseb) oder 081-2741262 (Sicherheit Stadtverwaltung).

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02. Mai 2003

Namibia Tourismus Rat eröffnet

Das Hauptbüro des Namibia Tourismus Rates ist in der Hauptstadt Windhoek feierlich eröffnet worden. Präsident Sam Nujoma appellierte bei seiner Rede vor allem an die Mitarbeiter in der Tourismusindustrie. Die Besucher des Landes sollten stets mit einem Lächeln empfangen und freundlich bedient werden. Der Vorsitzende des Namibia Tourismus Rates und stellvertretende Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Tourismus, Simwanza Simenda, betonte, dass "Namibia die Touristen mehr braucht, als die Touristen Namibia brauchen, wenn sie ihren Urlaub planen." Der Namibia Tourismus Rat hat die Aufgabe, die Tourismusindustrie des Landes in Übersee zu vermakrten und national die Industrie zu regulieren.

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02. Mai 2003

Sossusvlei wieder frei

Jeder Besucher des Sossusvlei im Namib-Naukluft Park darf wieder selbst, ohne Gebühren zahlen zu müssen, vom Parkplatz für zweiradangetriebene Fahrzeuge zu den Picknickplätzen am Vlei fahren. Wie der Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt und Tourismus bestätigte, dürfe kein Touristen-Unternehmen Besucher zum Sossusvlei fahren und dafür Geld verlangen. "Die Situation ist nun wieder wie vor der Konzessionsvergabe an Hobas Shuttle & Tours, die am 7. Februar die Exklusivrechte erhalten hatten", sagte Dr. Malan Lindeque, Staatssekretär des Minsteriums für Umwelt und Tourismus. Das Unternehmen Hobas Shuttle & Tours, das angeblich eine Konzession für diese Fahrten vom Ministerium erhalten habe, hatte zuvor für den Transfer von Überseetouristen N$ 80, für Besucher aus Sadc-Staaten N$ 65,- und für Namibier N$ 35,- kassiert.

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