F e r n w e h-Pur...
Aktuelle Nachrichten aus Namibia

September - Oktober 2002

28. Oktober 2002

Smart bald auch in Namibia

Die Namibianer dürfen sich auf ein neues Fahrzeug freuen. Der Smart wird ab kommenden Jahr auf dem namibischen Markt vertreten sein. Die Kosten für das kleine, zweisitzige Auto liegen bei rund 130.000 N$. Als neues Allradfahrzeug wird der VW "Touareg" eingeführt. Auch der VW-Polo mit 1,4-Dieselmotor ist eine Neuerung auf dem namibischen Markt.

[Anfang]

10. Oktober 2002

Parlamentarier fordern Wiedereinführung der Todesstrafe


Einige namibische Parlamentarier haben während einer Diskussion über Kriminalität die Wiedereinführung der Todesstrafe gefordert. Die Todesstrafe war zuletzt Mitte der 70er Jahre vollstreckt und im Jahre 1990 bei der Verabschiedung der Verfassung außer Kraft gesetzt worden. In Artikel 5 der Verfassung heißt es, dass jeder Abgeordnete dazu verpflichtet sei, das Grundgesetz zu respektieren und zu wahren, in dem die Todesstrafe untersagt ist.

Die Nationale Gesellschaft für Menschenrechte (NGfM) kritisierte diese Forderung: "Zahlreiche Studien in verschiedenen Ländern der Welt haben gezeigt, dass die Todesstrafe keine Abschreckung für potenzielle Kriminelle darstellt"; sagte NGfM-Direktor Phil ya Nangoloh, der auch auf den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Rückgang und zunehmender Kriminalität verwies.

[Anfang]

10. Oktober 2002

Bilderband "Reise durch den Nordwesten Namibias"


Der 120 Seiten umfassende Bildband "Reise durch den Nordwesten Namibias" ist nun erschienen. Das Werk enthält nützliche Reiseinformationen über die Erongo- und Kuneneregion sowie ein Wörterbuch mit den gebräuchlichsten Begrüßungsformeln und Redewendungen in Damara und Otjiiherero. Verfasser ist Sakkie Rothmann, ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums für Umwelt und Tourismus. Der Band ist für N$ 130 erhältich.

[Anfang]

03. Oktober 2002

Entwicklungshilfe der deutschen Regierung


Seit der Unabhängigkeit von Namibia hat die deutsche Regierung über 500 Millionen Euro an Entwicklungshilfe gezahlt. Dies gab der deutsche Botschafter Harald Nestroy bekannt. Der neue Vertrag zwischen Namibia und Deutschland beinhaltet ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 5,1 Millionen Euro. Damit soll unter anderem die 61 km lange, beschädigte Straße zwischen Ondangwa und Oshikango neu asphaltiert werden. Insgesamt umfasst das "Zweite Nationale Entwicklungsprogramm" (NPD 2) N$ 17,9 Milliarden, von denen N$ 8,3 von der namibischen Regierung aufgebracht werden. Der Rest müsse von ausländischen Partnern aus dem Privatsektor finanziert werden. Die deutsche Regierung hat bereits 82 Millionen Euro in den namibischen Straßenbau investiert.

[Anfang]

01. Oktober 2002

Touristen bei Auto-Vermieter überfallen


Drei Touristen sind gleich zu Beginn ihres Urlaubs überfallen worden. Die deutsche Staatsbürgerin und zwei Schweizer wurden Opfer eines Raubs, als sie bei "Kessler Car Hire" (Windhoek) ihren Leihwagen entgegen nehmen wollten. Die schwarzen, afrikaanssprechenden Täter waren bewaffnet und erbeuteten Gepäck und Wertsachen in Höhe von rund N$ 560.000. "Kessler Car Hire" liegt in der Mandume Ndemufayo Avenue, gegenüber von einem großen Einkaufszentrum. Trotz dieses negativen Auftakterlebnisses wollen die Urlauber im Land bleiben und ihre Rundreise mit einer Gruppe Australier antreten.

[Anfang]

19. September 2002

Landreform: Prinzip williger Verkäufer und williger Käufer


Premierminister Theo-Ben Gurirab hat versichert, dass die Landreform in Namibia nach dem Prinzip williger Verkäufer und williger Käufer ablaufen wird. "Wir haben unmittelbar nach der Unabhängigkeit beschlossen, mit der Frage der Landreform in einer Art und Weise umzugehen, die nicht zu einer Destabilisierung unserer Gesellschaft führen wird", sagte Gurirab, der zusagte, dass die Regierung einen jährlichen Beitrag von 20 Millionen N$ für den Aufkauf von Farmen und die Umsiedlung landloser Bewohner bereitstellen werde. Präsident Sam Nujoma appellierte an die weißen Farmer: "Es wird immer Platz für sie sein, vorausgesetzt, dass sie Teil dieses Landes sein wollen."

[Anfang]

18. September 2002

Namibia - Society - Sociology


Volker Winterfeld, Tom Fox und Pempelani Mufune haben ein Buch "Namibia - Society - Sociology" herausgegeben. Insgesamt 22 Fachleute beleuchten in diesem Buch, das erstmalig das unabhängige Namibia aus soziologischer Perspektive analysiert, die dringenden sozialen Probleme des Landes. Das Werk ist für 99 N$ im namibischen Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen gibt es bei www.unam.na/namibia-society-sociology/Default.htm.

[Anfang]

16. September 2002

Spitzkoppe-Lager eröffnet


Das Rastlager an der Spitzkoppe ist neu eröffnet worden. An dem von der kommunalen Bevölkerung geleiteten Camp waren umfassende Renovierungsarbeiten, auch von der Namibischen Vereinigung für Kommunaltourismus (Nacobta), durchgeführt worden.

[Anfang]

05. September 2002

Deutsche Touristin im Auto erschossen


Auf dem Weg von der Ameib Ranch Lodge nach Swakopmund ist eine 49-jährige Deutsche von Verbrechern erschossen worden. Ihr Ehemann wurde schwer verletzt und in ein Windhoeker Krankenhaus geflogen.

Der Vorfall ereignete sich am Vormittag des 02. Septembers auf der Schotterstraße nach Usakos. Die Verbrecher hatten angeblich Äste quer über die Straße gelegt. Als sich der Wagen der Urlauber verlangsamte, feuerten sie auf die Touristen. Ein Schuss traf Renate G. tödlich, die anderen beiden durchschlugen die Karoserie. Das Ehepaar aus München war mit seinem angemieteten Toyota Condor auf einer Namibia-Rundreise unterwegs.

"Die Regierung der Republik von Namibia verurteilt den sinnlosen Angriff, bei dem die deutsche Besucherin Renate G. (49) getötet wurde und ihr Mann Helmut G. (58) verletzt wurde", heißt es in einer Erklärung vom Ministerium für Information und Rundfunk. Auch Premierminister Theo-Ben Gurirab zeigte sich "zutiefst empört und erschüttert". Der namibische Gastronomieverband (HAN) äußerte sich hinsichtlich des Tourismus mit Besorgnis: "Die namibische Regierung und die hiesigen Behörden sind sich nicht über die negativen Auswirkungen bewusst, die derart unnötige und brutale Verbrechen auf die Tourismusindustrie und Wirtschaft des Landes haben."

[Anfang]

02. September 2002

Ost-Caprivi: Lager für Militärstreitkräfte

An der östlichen Grenze des Caprivi-Wildparks wird ein Lager für Militärstreitkräfte (NDF) eingerichtet. Der Stützpunkt mit 32 Soldaten, der zwischen Caprivi und dem Kwandofluss liegt, soll der Bewachung der Kongola-Brücke dienen. Verteidigungsminister Erkki Nghimtina: "Die strategische Wichtigkeit der Brücke verlang eine ständige Militärpräsenz." Vertreter des Tourismusgewerbes hatten sich besorgt über diese Entwicklung gezeigt.

[Anfang]

© 2002 - 2003 by Stefan Brixner, Hamburg, Deutschland