F e r n w e h-Pur... Tipps und Infos

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Autofahren

Das Straßennetz von 42.000 km (davon 7.841 km geteerte Strecken) ist sehr gut ausgebaut und gehört zu dem am besten entwickelten in Afrika. Es herrscht Linksverkehr, die Verkehrsschilder sind international. Die Hauptstraßen sind asphaltiert, die Schotter- und Sandstraßen (Pads) sind meist in einem guten Zustand. Grundsätzlich stellt das Autofahren in Namibia kein Problem dar. Auf Grund von unvorsichtigem, zu schnellem und falschem Fahren ereignen sich jedoch eine Vielzahl von Unfällen, auch mit Todesfolge. Auf den asphaltierten Straßen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h (empfohlen: max. 100 km/h), auf Schotterstraßen von 80 km/h (empfohlen: 60 km/h). Die Deutsche Botschaft hat dazu ein Merkblatt mit den wichtigsten Verhaltensregeln veröffentlicht, das sich alle Reisenden vor der Fahrt gründlich durchlesen sollten.

Das Autofahren bei Nacht sollte vermieden werden. Wenn eine Nachtfahrt unvermeidbar ist, sollte man langsam fahren, Wild häufig unerwartet auf die Fahrbahn springt.

Ausländische Besucher benötigen unbedingt einen Internationalen Führerschein.

Straßen, Tanken

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Berge

Der höchste Berg ist der Brandberg (nahe Uis) mit 2.606 Metern. Die Spitzkoppe (nahe Swakopmund) erreicht 1.829 Meter und wird wegen ihrer Form das „Matternhorn Namibias“ genannt.

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Bevölkerung

Die Gesamt-Bevölkerung beläuft sich auf ca. 1,8 Millionen. Die meisten Menschen leben in Windhoek (ca. 180.000), an den Küstenregionen Swakopmund und Walvis Bay (je ca. 60.000), in Tsumeb (ca. 17.600) und Keetmanshoop (ca. 14.000). Es gibt viele verschiedene Bevölkerungsstämme. Die größte Gruppe sind die farbigen Bantuvölker, 6,4 % sind Weiße.

Die namibische Verfassung gewährt den traditionellen Führern (Häuptlingen, Stammes- und Sippenhäuptern) einen festen Platz in der Staatsstruktur. Etwa 20.000 (ca. 1% der Bevölkerung) deutschstämmige Namibier leben heute im Land. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Bevölkerungsanzahl um eine halbe Millionen von 1,4 (1991) auf 1,8 Millionen (2001)) erhöht. Der starke Bevölkerungsanstieg bringt viele Probleme mit sich, wie z.B. die zunehmende Wasserknappheit. Die Bevölkerungsdichte beträgt 1,9 je km².

Die Lebenserwartung liegt bei 51 Jahre, die Säuglingssterblichkeit bei 68 pro 1.000 Lebendgeburten. Die Altersstruktur verteilt sich folgendermaßen: 0-14 Jahre (42,74 %), 15-64 Jahre (53,54 %), 65+ (3,72 %)

Bevölkerung

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Bildung

Bildungsmöglichkeiten sind vor allem in den ländlichen Gegenden rar. Insgesamt liegt die Analphabetenrate bei 55 % (Männer) bzw. 69 % (Frauen). Mit Hilfe von Spenden wurden in Namibia mittlerweile SOS-Kinderdörfer mit Kindergarten, Jugendeinrichtung sowie Schule aufgebaut. Die Kinderdörfer befinden sich in Khomasdal, einem Vorort von Windhoek, in Swakopmund und Tsumeb.

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Camping

Camping in Namibia – ein wunderschönes Ereignis in freier Natur. Die Campingplätze sind überwiegend in einem guten bis sehr guten Zustand. Es gibt Plätze in den Nationalparks, auf Farmen und Lodges sowie in den Restcamps. Zur Grundausstattung gehört immer eine Feuerstelle (meist mit Grill), Mülleimer und oftmals Tische und Stühle. Die Toiletten sind größtenteils in einem guten, sauberen Zustand. Die staatlichen Camps (z.B. Gross Barmen, Waterberg Plateu) haben häufig Badewannen. Manchmal gibt es auch Swimming-Pools. „Wildes Campen“ ist erlaubt. Möchte man auf privatem Farmland campieren, sollte der Besitzer um Erlaubnis gefragt werden. Feuerholz wird in fast allen Lodges, Rastlagern und Campingplätzen verkauft.In den Nationalparks und Reservaten ist das Holzsammeln verboten.

Auf Grund der weiten Entfernungen und der kurzen Tage (vor allem im Winter) sind konkrete Etappen-Planungen sowie ggf. Reservierungen notwendig.

Unterkünfte

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Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger können ohne Visum für drei Monate einreisen. Ein Rückreiseticket sowie ein sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass müssen vorliegen.

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Eisenbahn

Das Eisenbahnnetz umfasst rund 2.500 km und ist an das der Republik Südafrika angeschlossen. Die Hauptstrecke führt von der südafrikanischen Grenze über Keetmanshoop nach Windhoek, Okahandja, Swakopmund und Walvis Bay. Für Touristen gibt es den luxuriösen ShongololoExpress (Safarizug), den DesertExpress (Windhoek – Swakopmund) und die Rovos Rail (Dampfzug).

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Essen

In jedem Ort sowie in den Shops der staatlichen Campingplätze können Lebensmittel gekauft werden. In Windhoek, Swakopmund und Otjiwarongo bieten die Supermärkte ein vielfältiges Lebensmittel-Angebot, das deutschem Standard entspricht. Die Preise sind ca. um 50 % günstiger als in Deutschland.

Die verschiedenen Fleischsorten (Rind, Hammel, Kudu, Springbock, Strauß, Zebra) sowie frische Meerestiere (Kabeljau, Langusten, Austern) gehören zu den Spezialitäten des Landes. Biltong (getrocknetes, würziges Fleisch) eignet sich besonders für eine Zwischenmahlzeit. Ansonsten gibt es in den Restaurants viele internationale, besonders deutsche Gerichte, die bedenkenlos verzehrt werden können

Leitungswasser ist im gesamten Land ohne Gesundheitsrisiken trinkbar.

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Feiertage

1. Januar (Neujahrstag)

21. März (Independence Day)

Karfreitag und Ostermontag (Good Friday, Easter Monday)

1. Mai (Workers Day)

4. Mai (Cassinga Day)

Mai (Ascension Day, Christi Himmelfahrt)

25./ 26. Mai (Afrika Day)

nach 23. August (lokal: Hereos Day in Okahandja)

10. Dezember (Human Rights Day)

25. und 26. Dezember (Christmas Day, Family Day)

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Flug

Die staatliche Fluggesellschaft, Air Namibia, fliegt non-stop viermal wöchentlich mit einer Boeing 747-400 von Frankfurt nach Windhoek. Die Flugzeit beträgt 9,5 Stunden. Von der namibischen Hauptstadt aus gibt es Flüge nach Walvis Bay, Johannesburg, Kapstadt, Harare, Lusaka und Victoria Falls. Auch LTU, Lufthansa, South African Airways und Air Botswana fliegen Windhoek regelmäßig an. Der „Chief Hosea Kurako Airport“ liegt ca. 40 Kilometer von der City entfernt.

Neben den genannten Verbindungen werden regional auch Keetmanshoop, Lüderitz, Ondangwa, Rundu und Katima Mulilo angeflogen.

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Fotografieren

Namibia bietet einen hervorragenden Spot für alle Profi- und Hobby-Fotografen. Eine ausreichende Anzahl von (lichtempfindlichen!) Filmen darf deshalb im Reisegepäck nicht fehlen. Fotomaterial ist in Deutschland wesentlich günstiger als in Namibia. Zu einer vollständigen Ausrüstung gehören neben einem Teleobjektiv (insb. für Tieraufnahmen im Etosha-Park, mind. 300mm!) auch Stativ und Fernglas.

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Gesundheit

Die medizinische Versorgung in Namibia gehört zu den besten in Afrika und befindet sich auch weltweit auf gutem Niveau. In den Städten Windhoek, Otjiwarongo und Swakopmund gibt es Privatkliniken, die einen sehr guten Ruf genießen. Auch kleinere Städte verfügen über Krankenhäuser, Notfallkliniken und private Ärzte. Auf dem Land gibt es die Flugrettung (MedRescue). Es sollte grundsätzlich in Deutschland eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, jedoch empfehlenswert (Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus, Hepatitis A). Für den Norden des Landes (einschl. Etosha-Pfanne) ist eine Malariaprophylaxe vor allem während der Sommermonate empfehlenswert. Die medizinische Versorgung ist vor allem in den Städten sehr gut. In den entlegeneren Regionen gibt es Busch-Kliniken.

Wie in anderen afrikanischen Ländern ist auch in Namibia der HIV-Virus stark verbreitet. Nach einer Schätzung von UNAIDS und der WHO sind 160.000 Menschen (jeder Fünfte Einwohner) mit dem HIV-Virus infiziert, darunter 85.000 Frauen und 6.600 Kinder (1999). Ca. 18.000 Namibier starben bisher an den Folgen des Virus.

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Getränke

Alkoholische Getränke können überwiegend in den „Bottle Stores“, in den großen Städten auch in Supermärkten gekauft werden. Das „Windhoek Lager“ wird nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut. In Restaurants bezahlt man rund fünf namibische Dollar (ca. 0,50 Euro) für ein Bier.

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Grenzübergänge

Namibia verfügt über insgesamt 30 Grenzübergänge mit seinen Nachbarländern Angola, Sambia, Botswana und Südafrika. Zu folgenden Tagszeiten sind diese geöffnet:

Namibia/ Angola

Ruacana 08.00 - 18.00 Uhr
Omahenene 08.00 - 18.00 Uhr
Oshikango/ St. Clara 08.00 - 18.00 Uhr
Rundu 08.00 - 18.00 Uhr
Namibia/ Sambia
Weneta (Kaima Mulilo) 06.00 - 18.00 Uhr
Namibia/ Botswana
Impalila Island 07.00 - 17.00 Uhr
Ngoma Bridge 07.00 - 18.00 Uhr
Mohembo/ Shakawe 06.00 - 18.00 Uhr
Buitepos/ Mamuno 07.00 - 24.00 Uhr
Namibia/ Südafrika
Klein Menasse/ Rietfontein 08.00 - 16.30 Uhr
Hohlweg 08.00 - 16.30 Uhr
Ariamsvlei/ Nakop 24 Stunden
Velloorsdrit/ Onseepkans 08.00 - 17.00 Uhr
Noordoewer/ Vioolsdrift 24 Stunden
Oranjemund/ Alex Bay 06.00 - 22.00 Uhr

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Haupstadt

Die Hauptstadt heißt Windhoek (1650 m ü.d.M.).

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